Guter Sonnenschutz im Urlaub besteht aus vier Bausteinen: Schatten in der Mittagszeit, dicht gewebte Kleidung mit Hut und Sonnenbrille, Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 auf allen freien Hautstellen und ein Blick auf den UV-Index. Sonnencreme allein reicht laut Bundesamt für Strahlenschutz nicht aus.
UV-Strahlung schädigt das Erbgut der Hautzellen und ist die wichtigste Ursache für Hautkrebs. Ab UV-Index 3 brauchst du Schutz, ab UV-Index 8 gehörst du mittags in den Schatten oder ins Haus. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfiehlt Sonnencreme mit mindestens LSF 30, für Kinder, empfindliche Haut, Berge, Schnee, Wasser und südliche Reiseziele LSF 50+. Erwachsene brauchen etwa vier gehäufte Esslöffel Creme für den ganzen Körper. Nachcremen ist mindestens alle zwei Stunden nötig, verlängert die Schutzzeit aber nicht. Babys gehören im ersten Lebensjahr nicht in die direkte Sonne.
Warum brauchst du im Urlaub Sonnenschutz?
Sonnenschutz bewahrt deine Haut und deine Augen vor ultravioletter Strahlung. UV-Strahlung ist unsichtbar, dringt in die Haut ein und schädigt dort das Erbgut der Zellen. Die Folgen sind Sonnenbrand, vorzeitige Hautalterung und ein höheres Risiko für Hautkrebs.
Sonnenlicht besteht aus sichtbarem Licht, Wärmestrahlung und UV-Strahlung. Die Wärme spürst du, die UV-Strahlung nicht. Deshalb sagt die Temperatur nichts über die Gefahr aus. An einem kühlen, windigen Tag am Meer ist die UV-Belastung genauso hoch wie an einem heißen Tag ohne Wind.
UV-Strahlung selbst verursacht Hautkrebs. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die UV-Strahlung der Sonne und die aus Solarien 2009 in die höchste Kategorie krebserregender Faktoren eingestuft. Laut Deutscher Krebshilfe erkranken in Deutschland jedes Jahr mehr als 300.000 Menschen neu an Hautkrebs. Damit ist Hautkrebs die häufigste Krebsart im Land.
Schäden am Erbgut entstehen schon, bevor die Haut rot wird. Einen Teil davon repariert der Körper. Was er nicht repariert, summiert sich über das ganze Leben. Sonnenbrände in Kindheit und Jugend erhöhen das spätere Hautkrebsrisiko besonders stark. Das gilt vor allem für den schwarzen Hautkrebs, das maligne Melanom.
Die Folgen von zu viel UV-Strahlung im Überblick:
- Sonnenbrand mit Rötung, Schmerzen und in schweren Fällen Blasen
- Hautalterung mit Falten, Pigmentflecken und weniger Elastizität
- Hautkrebs, darunter heller Hautkrebs und das maligne Melanom
- Augenschäden, darunter Bindehaut- und Hornhautentzündung sowie langfristig Linsentrübung
Vitamin D ist kein Grund für lange Sonnenbäder. Der Körper bildet Vitamin D mithilfe von UV-B-Strahlung selbst. Nach der gemeinsamen Empfehlung des BfS und weiterer Fachgesellschaften genügt es dafür, Gesicht, Hände und Arme zwei- bis dreimal pro Woche kurz der Sonne auszusetzen. Ein Sonnenbrand ist dabei immer zu vermeiden.
Was sagt der UV-Index über die Gefahr am Urlaubsort?
Der UV-Index (UVI) ist eine weltweit einheitliche Skala der WHO für die sonnenbrandwirksame UV-Strahlung am Boden. Je höher der Wert, desto schneller entsteht ein Sonnenbrand. Ab UV-Index 3 ist Schutz nötig, ab UV-Index 8 ist er laut BfS unbedingt erforderlich.
| UV-Index | Belastung | Schutz laut BfS und WHO |
|---|---|---|
| 1 bis 2 | niedrig | In der Regel kein Schutz nötig |
| 3 bis 5 | mittel | Mittags Schatten suchen, Kleidung, Hut, Sonnenbrille und Sonnencreme nutzen |
| 6 bis 7 | hoch | Wie bei 3 bis 5, Schutz konsequent den ganzen Tag einhalten |
| 8 bis 10 | sehr hoch | Mittags möglichst drinnen bleiben, sonst unbedingt Schatten, Kleidung und Sonnencreme |
| 11 und höher | extrem | Aufenthalt im Freien mittags vermeiden, alle Schutzmaßnahmen kombinieren |
In Deutschland erreicht der UV-Index im Sommer laut BfS Werte von 8 bis 9, im Hochgebirge bis 11. In Äquatornähe sind Werte über 12 möglich. Am Mittelmeer liegt der Wert im Hochsommer regelmäßig im sehr hohen Bereich. Das betrifft dich am Strand auf Ibiza genauso wie auf Kreta oder an der Algarve.
Vier Faktoren bestimmen den UV-Index: der Sonnenstand nach Tages- und Jahreszeit, die geografische Breite, die Höhe über dem Meer und die Bewölkung. Die Ozonschicht spielt ebenfalls eine Rolle, ist aber nur einer von mehreren Einflüssen. Leichte Bewölkung senkt den Wert kaum.

Höhe und Untergrund verstärken die Belastung. Nach Angaben der WHO steigt die UV-Strahlung pro 1.000 Höhenmeter um rund 10 Prozent. Frischer Schnee wirft bis zu 80 Prozent der Strahlung zurück, heller Sand rund 15 Prozent. Beim Wandern und Skifahren in den Alpen brauchst du deshalb denselben Schutz wie am Strand. Sonnencreme und Gletscherbrille stehen auch auf der Packliste für den Skiurlaub.
Wasser schützt nicht. In einem halben Meter Wassertiefe kommen laut WHO noch etwa 40 Prozent der UV-Strahlung an. Beim Schnorcheln verbrennen Rücken, Nacken und Kniekehlen deshalb besonders schnell. Die tagesaktuelle Vorhersage findest du beim UV-Index des Bundesamts für Strahlenschutz und in den meisten Wetter-Apps.
Welcher Lichtschutzfaktor ist der richtige?
Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt Erwachsenen mindestens Lichtschutzfaktor 30. Für Kinder, für Menschen mit empfindlicher Haut sowie für Berge, Schnee, Wasser und sonnenreiche Regionen rät das Amt zu LSF 50+. Im Sommerurlaub im Süden ist LSF 50+ damit die sichere Wahl.
Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie stark ein Produkt vor UV-B-Strahlung schützt. UV-B ist der Anteil, der den Sonnenbrand auslöst. LSF 30 hält rechnerisch rund 97 Prozent der UV-B-Strahlung ab, LSF 50 rund 98 Prozent. Kein Produkt filtert 100 Prozent. Den Begriff Sunblocker gibt es deshalb offiziell nicht mehr.

UV-A-Strahlung dringt tiefer in die Haut ein, lässt sie altern und trägt ebenfalls zum Hautkrebsrisiko bei. Ein gutes Sonnenschutzmittel trägt deshalb das UV-A-Siegel, die Buchstaben UVA in einem Kreis. Das Siegel zeigt, dass der UV-A-Schutz mindestens ein Drittel des angegebenen Lichtschutzfaktors beträgt.
Der Hauttyp entscheidet, wie schnell du ohne Schutz verbrennst. Sehr helle Haut mit Sommersprossen und rötlichem oder blondem Haar rötet sich bei hohem UV-Index schon nach etwa 10 Minuten. Dunklere Hauttypen haben mehr Zeit, sind aber nicht immun. Auch gebräunte Haut ist nicht geschützt: Bräune ist ein Zeichen dafür, dass die Haut bereits UV-Schäden abwehrt. Vorbräunen im Solarium oder ein langsames Herantasten an die Sonne ersetzt keinen Sonnenschutz.
Der Preis sagt nichts über die Qualität. Die Stiftung Warentest hat im Sommer 2026 Sonnenschutzmittel für Kinder mit LSF 30 bis 50+ geprüft. Die besten Noten gingen an günstige Sprays vom Discounter und aus der Drogerie. Mehrere Produkte erreichten den versprochenen Lichtschutzfaktor im Labor dagegen nicht. Ein Blick in den aktuellen Test lohnt sich also vor dem Kauf.
Wie cremst du dich richtig ein?
Trage Sonnencreme 20 bis 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne auf und nimm reichlich davon. Ein Erwachsener braucht laut BfS etwa vier gehäufte Esslöffel für den ganzen Körper. Creme mindestens alle zwei Stunden nach, außerdem nach jedem Baden und Abtrocknen.

Die Menge ist der häufigste Fehler. Der Lichtschutzfaktor auf der Flasche gilt nur bei 2 Milligramm Creme pro Quadratzentimeter Haut. Wer sparsam cremt, erreicht nur einen Bruchteil des aufgedruckten Schutzes. Die genauen Vorgaben stehen in den Hinweisen des BfS zum UV-Schutz durch Sonnencreme.
Nachcremen erhält den Schutz, verlängert ihn aber nicht. Schweiß, Wasser, Sand und das Handtuch tragen die Creme ab. Die zweite Schicht stellt den ursprünglichen Schutz wieder her. Die Zeit, die du insgesamt in der Sonne verbringen kannst, beginnt dadurch nicht von vorn.
Diese Stellen werden beim Eincremen am häufigsten vergessen:
- Ohren, Nacken und Haaransatz
- Nase, Lippen und Augenpartie
- Schultern und Dekolleté
- Kniekehlen, Fußrücken und Zehen
- Kopfhaut bei lichtem Haar oder Scheitel
Die Bezeichnung „wasserfest“ bedeutet nicht, dass die Creme im Wasser vollständig hält. Ein Produkt darf sich so nennen, wenn nach zweimal 20 Minuten Baden noch die Hälfte des Schutzes vorhanden ist. Nach dem Schwimmen ist deshalb immer eine neue Schicht fällig.
Angebrochene Flaschen aus dem Vorjahr prüfst du vor der Reise. Das Tiegelsymbol auf der Verpackung nennt die Haltbarkeit nach dem Öffnen, meist 12 Monate. Riecht die Creme ungewohnt oder hat sie sich in Öl und Wasser getrennt, gehört sie in den Müll. Im heißen Auto oder in der prallen Sonne am Strand altert Sonnencreme schneller.
Rechne den Bedarf vor der Reise aus. Vier gehäufte Esslöffel entsprechen grob 30 bis 40 Millilitern. Eine 200-Milliliter-Flasche reicht für einen Erwachsenen also nur für fünf bis sechs Ganzkörper-Anwendungen. Bei einem Strandtag mit Eincremen am Morgen und zweimal Nachcremen ist die Flasche nach zwei Tagen leer. Für eine Woche Badeurlaub braucht eine Person demnach mehrere Flaschen. Wer mit einer Flasche durch den ganzen Urlaub kommt, hat zu dünn gecremt oder viel Zeit im Schatten und in Kleidung verbracht. Plane den Vorrat zusammen mit der Packliste für den Sommerurlaub.
Welche Kleidung, Brille und Tageszeit schützen zusätzlich?
Schatten und Kleidung schützen zuverlässiger als jede Creme. Meide die Sonne zwischen 11 und 15 Uhr, trage dicht gewebte Kleidung, einen Hut mit breiter Krempe und eine Sonnenbrille mit UV-Schutz. Sonnencreme ist für die Hautstellen gedacht, die danach noch frei bleiben.
Die Mittagsstunden bringen die höchste UV-Belastung des Tages. Das BfS fasst das in einem Merksatz zusammen: Zwischen 11 und 3 ist sonnenfrei. Lege Wanderungen, Stadtbesichtigungen und Strandzeiten im Sommer auf den Morgen und den späten Nachmittag. Die Mittagszeit eignet sich für das Essen, das Museum oder die Siesta.
Schatten senkt die Belastung, hebt sie aber nicht auf. Unter einem Sonnenschirm am Strand erreicht dich weiterhin Strahlung, die Sand und Wasser zurückwerfen. Auch im Schatten bleibst du deshalb bei Kleidung und Sonnencreme.
Bei Kleidung zählt die Dichte des Gewebes mehr als die Farbe. Dicht gewebte Stoffe lassen wenig UV-Strahlung durch, dünne und nasse Baumwolle deutlich mehr. Dunkle und kräftige Farben schützen besser als sehr helle, auch wenn helle Kleidung sich kühler anfühlt. Für lange Tage am Wasser gibt es UV-Schutzkleidung. Verlässliche Kennzeichnungen sind der UV-Schutzfaktor (UPF) und das Prüfsiegel UV-Standard 801, das den Schutz auch im nassen und gedehnten Zustand misst.
Die Augen brauchen eigenen Schutz. Eine gute Sonnenbrille trägt das CE-Zeichen und den Hinweis „UV400“ oder „100 % UV-Schutz“. Die Tönung der Gläser sagt nichts über den UV-Filter aus. Dunkle Gläser ohne UV-Filter schaden sogar, weil sich die Pupillen weiten und mehr Strahlung ins Auge gelangt. Große Gläser und breite Bügel halten auch Strahlung von der Seite ab.
Wie schützt du Babys und Kinder vor der Sonne?
Babys gehören im ersten Lebensjahr nicht in die direkte Sonne. Das BfS rät in diesem Alter zu Schatten und Kleidung und von Sonnencreme ab. Ältere Kinder schützt du mit Schatten, langer Kleidung, Hut mit Nackenschutz, Sonnenbrille und Sonnencreme mit LSF 50+.

Kinderhaut ist dünner als die Haut von Erwachsenen und ihr Eigenschutz ist noch nicht ausgebildet. UV-Schäden aus den ersten Lebensjahren wirken ein Leben lang nach. Für Säuglinge heißt das: Kinderwagen und Liegeplatz stehen im Schatten, die Haut ist mit luftiger Kleidung, Söckchen und Mütze bedeckt. Weitere Hinweise für die Reise mit den Kleinsten stehen im Ratgeber Urlaub mit Baby.
Ab dem Kleinkindalter kommt Sonnencreme auf alle Stellen, die Kleidung nicht bedeckt. Spezielle Sonnenschutzcremes für Kinder haben einen hohen Lichtschutzfaktor und kommen meist ohne Duftstoffe aus. Welches Produkt für dein Kind passt, klärst du bei empfindlicher Haut oder Hauterkrankungen mit der Kinderarztpraxis oder der Apotheke.
Am Strand und im Pool bewähren sich UV-Shirts mit langen Ärmeln und UV-Badehosen. Sie halten auch im Wasser und müssen nicht nachgecremt werden. Ein Sonnenhut mit Krempe und Nackenschutz deckt Gesicht, Ohren und Nacken ab. Die Mittagszeit verbringen Kinder im Schatten oder drinnen. Mehr zur Planung findest du unter Urlaub mit Kindern: die besten Tipps.
Ältere Menschen brauchen ebenfalls besondere Aufmerksamkeit. Ihre Haut ist dünner und hat oft schon viele UV-Schäden gesammelt. Dazu kommen häufiger Medikamente, die die Haut lichtempfindlicher machen.
Was tun bei Sonnenbrand im Urlaub?
Geh bei den ersten Anzeichen sofort aus der Sonne und bleib in den nächsten Tagen im Schatten. Kühle die Haut mit feuchten Umschlägen, trink viel Wasser und pflege mit einer leichten Lotion. Bei Blasen, Fieber oder starken Schmerzen suchst du ärztliche Hilfe.
Ein Sonnenbrand ist eine akute Entzündung der Haut. Die Rötung zeigt sich meist erst einige Stunden nach dem Sonnenbad und erreicht ihren Höhepunkt nach etwa einem Tag. Wer am Strand eine leichte Rötung bemerkt, hat die Grenze also bereits deutlich überschritten.
Kühle mit lauwarmem bis kühlem Wasser und feuchten Tüchern, nicht mit Eis direkt auf der Haut. Fettige Cremes und Hausmittel wie Quark auf offenen Stellen sind ungeeignet. Blasen stichst du nicht auf, weil sich die Wunde sonst entzünden kann. Die verbrannte Haut bleibt bis zur vollständigen Abheilung unter Kleidung und aus der Sonne.
Einige Medikamente erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut deutlich. Dazu gehören bestimmte Antibiotika, entwässernde Mittel und Johanniskraut. Frag vor der Reise in der Apotheke oder Arztpraxis nach, ob das für deine Medikamente gilt. Im selben Gespräch lässt sich die Reiseapotheke klären, zu der auch der Schutz vor Mücken auf Reisen gehört.
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung (Stand: Oktober 2026). Bei Sonnenbrand mit Blasen, Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit, Kopfschmerzen oder Kreislaufproblemen ist ärztliche Hilfe nötig, bei Babys und Kleinkindern schon bei jedem Sonnenbrand. Lass Muttermale, die sich in Form, Farbe oder Größe verändern, zeitnah in einer Hautarztpraxis prüfen. Fragen zu Hautkrankheiten, Allergien und Medikamenten klärst du vor der Reise mit Arztpraxis oder Apotheke.
- Prüfe täglich den UV-Index: ab 3 Schutz nutzen, ab 8 mittags Schatten oder Innenräume aufsuchen.
- Meide die Sonne zwischen 11 und 15 Uhr und plane Ausflüge auf den Morgen oder späten Nachmittag.
- Nimm mindestens LSF 30 mit UV-A-Siegel, im Süden, am Wasser, im Gebirge und für Kinder LSF 50+.
- Verwende rund vier gehäufte Esslöffel Creme pro Ganzkörper-Anwendung und creme alle zwei Stunden nach.
- Halte Babys im ersten Lebensjahr aus der direkten Sonne und schütze sie mit Schatten und Kleidung.
- Hol bei Sonnenbrand mit Blasen oder Fieber ärztliche Hilfe.
Häufige Fragen
LSF 30 ist laut Bundesamt für Strahlenschutz das Minimum für Erwachsene. Für Kinder, empfindliche Haut sowie für Berge, Schnee, Wasser und sonnenreiche Regionen empfiehlt das Amt LSF 50+. Im Sommerurlaub am Mittelmeer oder in den Tropen ist LSF 50+ deshalb die bessere Wahl. Entscheidend ist außerdem, dass du genug Creme aufträgst.
Creme mindestens alle zwei Stunden nach, außerdem nach jedem Baden, Abtrocknen und starkem Schwitzen. Das gilt auch für wasserfeste Produkte. Nachcremen stellt den ursprünglichen Schutz wieder her, verlängert die mögliche Zeit in der Sonne aber nicht. Wer die Schutzzeit ausgeschöpft hat, geht in den Schatten oder zieht lange Kleidung an.
Ja. Leichte Bewölkung senkt den UV-Index kaum, und im Schatten erreicht dich weiterhin Streustrahlung. Sand, Wasser und vor allem Schnee werfen zusätzlich UV-Strahlung zurück. Unter dem Sonnenschirm am Strand brauchst du deshalb weiterhin Kleidung und Sonnencreme. Maßgeblich ist der UV-Index des Tages, nicht die gefühlte Temperatur oder der Blick zum Himmel.
Das Bundesamt für Strahlenschutz rät im ersten Lebensjahr von Sonnencreme ab. Säuglinge gehören grundsätzlich nicht in die direkte Sonne. Schatten, luftige lange Kleidung, Söckchen und eine Mütze mit Nackenschutz übernehmen den Schutz. Ab dem Kleinkindalter kommt Sonnencreme mit sehr hohem Lichtschutzfaktor auf die unbedeckten Hautstellen. Bei Unsicherheit berät die Kinderarztpraxis oder die Apotheke.
Das hängt von Lagerung und Zustand ab. Das Tiegelsymbol auf der Verpackung nennt die Haltbarkeit nach dem Öffnen, meist 12 Monate. Riecht die Creme ungewohnt, hat sie sich verfärbt oder in Öl und Wasser getrennt, entsorgst du sie. Flaschen, die lange im heißen Auto oder in der Sonne lagen, ersetzt du vor der Reise besser durch neue.
