Machu Picchu besuchen heißt 2026: Ticket mit fester Route und festem Zeitfenster vorab über die staatliche Plattform kaufen, über Cusco und Aguas Calientes anreisen und die Höhe einplanen. Der reguläre Eintritt für ausländische Erwachsene liegt bei 152 Soles, die Trockenzeit dauert von Mai bis September.
Machu Picchu ist eine Inka-Stadt aus dem 15. Jahrhundert auf rund 2.430 Metern Höhe in den peruanischen Anden und seit 1983 gemischtes UNESCO-Welterbe. Der Besuch läuft über 3 Rundgänge mit 10 Routen, jedes Ticket gilt für eine Route und eine Einlasszeit. Das peruanische Kulturministerium lässt 2026 je nach Saison 4.500 oder 5.600 Besucher pro Tag zu. Die Anreise führt fast immer über Cusco, den Zug nach Aguas Calientes und den Bus zum Eingang. Wer wandert, braucht für den Inka-Trail ein Permit.
Was ist Machu Picchu und warum ist die Inka-Stadt UNESCO-Welterbe?
Machu Picchu ist eine Inka-Stadt aus dem 15. Jahrhundert, die auf rund 2.430 Metern Höhe über dem Tal des Río Urubamba in Peru liegt. Die UNESCO führt das Historische Schutzgebiet Machu Picchu seit 1983 als gemischtes Welterbe, also als Kultur- und Naturerbe zugleich.
Die Anlage entstand nach heutigem Forschungsstand um 1450 unter dem Inka-Herrscher Pachacútec. Sie besteht aus einem landwirtschaftlichen Sektor mit Terrassen und einem städtischen Sektor mit Tempeln, Wohnhäusern, Plätzen und Wasserkanälen. Bekannte Bauwerke sind der Sonnentempel, der Tempel der drei Fenster und der Intihuatana, ein aus dem Fels gehauener Stein, der mit Sonnenbeobachtung verbunden wird. Die Mauern sind ohne Mörtel gefügt, die Steine passen fugengenau aufeinander.
Die Spanier haben Machu Picchu nie gefunden. International bekannt wurde der Ort erst 1911 durch den US-amerikanischen Forscher Hiram Bingham. Die Menschen im Tal kannten die Ruinen schon vorher.
Die UNESCO begründet den Welterbestatus mit vier Kriterien: zwei kulturellen und zwei natürlichen. Das Schutzgebiet umfasst laut UNESCO mehr als 32.000 Hektar Bergland zwischen Anden und Amazonasbecken. Dazu gehören Nebelwald, steile Granitgipfel und eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt, zum Beispiel Orchideen und der Brillenbär. Die Begründung und die Karte des Schutzgebiets findest du im Eintrag Historic Sanctuary of Machu Picchu der UNESCO-Welterbeliste.
Machu Picchu steht damit in einer Reihe mit anderen großen Bauwerken früher Hochkulturen. Vergleichbar bekannt sind die Pyramiden der Maya in Chichén Itzá in Mexiko oder die Chinesische Mauer. Der Unterschied: In Machu Picchu ist die Lage im Gebirge ein Teil des Denkmals, und sie bestimmt die gesamte Reiseplanung.
Wie kommst du von Cusco nach Machu Picchu?
Nach Machu Picchu führt keine Straße. Die Anreise läuft von Cusco über Ollantaytambo mit dem Zug nach Aguas Calientes und von dort mit dem Bus oder zu Fuß zum Eingang. Alternativ erreichst du Machu Picchu zu Fuß über den Inka-Trail oder den Salkantay-Trek.
Cusco ist der Ausgangspunkt fast jeder Reise. Die Stadt hat einen Flughafen mit Verbindungen nach Lima und liegt auf rund 3.400 Metern. Von Cusco fährst du mit Bus oder Taxi in etwa anderthalb bis zwei Stunden nach Ollantaytambo im Heiligen Tal. Dort startet der größte Teil der Züge.
Zwei Bahngesellschaften bedienen die Strecke nach Aguas Calientes: PeruRail und Inca Rail. Beide bieten mehrere Wagenklassen an, von einfachen Wagen bis zu Panoramazügen mit Dachfenstern. Die Fahrt ab Ollantaytambo dauert rund anderthalb bis zwei Stunden. Einzelne Züge fahren direkt ab dem Großraum Cusco und brauchen deutlich länger. In der Regenzeit setzen die Bahnen auf dem ersten Abschnitt häufig Busse ein. Die Preise schwanken stark nach Klasse, Uhrzeit und Saison. Verbindlich sind nur die Angaben auf den Buchungsseiten der Bahnen.
Aguas Calientes heißt offiziell Machu Picchu Pueblo und liegt auf rund 2.040 Metern am Fluss. Von dort fahren die Busse der Gesellschaft Consettur über eine Serpentinenstraße in etwa 25 bis 30 Minuten zum Eingang. Die Bustickets kaufst du separat, online oder am Schalter im Ort. Zu Fuß führt ein steiler Treppenweg in rund anderthalb Stunden nach oben. Der Aufstieg überwindet etwa 400 Höhenmeter.
Der klassische Inka-Trail ist die bekannteste Wanderroute. Er dauert vier Tage, führt über den rund 4.200 Meter hohen Warmiwañusca-Pass und endet am Sonnentor Intipunku oberhalb der Stadt. Der Weg ist nur mit einem zugelassenen Veranstalter und einem personengebundenen Permit begehbar. Die Zahl der Permits ist auf wenige hundert pro Tag begrenzt, Träger und Guides eingerechnet. Für die Monate Mai bis September sind die Plätze oft Monate vorher vergeben.
Der Salkantay-Trek ist die verbreitetste Alternative ohne Permit-Kontingent. Er dauert meist fünf Tage und führt über einen Pass auf rund 4.600 Metern am Fuß des Nevado Salkantay. Die Route endet nicht in der Inka-Stadt selbst, sondern im Tal bei Aguas Calientes. Das Eintrittsticket brauchst du also zusätzlich. Günstiger, aber zeitaufwendig ist die Variante über Santa Teresa und das Wasserkraftwerk Hidroeléctrica: Von dort läufst du rund 10 Kilometer an den Gleisen entlang nach Aguas Calientes.
| Anreise-Option | Dauer ab Cusco | Anforderung | Buchung |
|---|---|---|---|
| Zug ab Ollantaytambo plus Bus | ein Tag, besser mit Übernachtung in Aguas Calientes | gering | Zug bei PeruRail oder Inca Rail, Bus bei Consettur |
| Klassischer Inka-Trail | 4 Tage | hoch, Pass auf rund 4.200 m | nur über zugelassene Veranstalter, Permit nötig, im Februar geschlossen |
| Salkantay-Trek | meist 5 Tage | hoch, Pass auf rund 4.600 m | mit Veranstalter oder eigenständig, kein Permit-Kontingent |
| Santa Teresa und Hidroeléctrica | ein langer Tag plus Fußweg von rund 10 km | mittel | Minibus ab Cusco, Straße in der Regenzeit anfällig |

Wie funktionieren Tickets und Rundgänge in Machu Picchu 2026?
Tickets für Machu Picchu gelten 2026 für genau eine Route und ein festes Einlassfenster. Das peruanische Kulturministerium verkauft sie über die staatliche Plattform tuboleto.cultura.pe. Zur Wahl stehen 3 Rundgänge mit zusammen 10 Routen, ein Wechsel der Route im Gelände ist nicht erlaubt.
Das System gilt seit Juni 2024 und wurde für 2026 ohne Änderung der Rundgänge übernommen. Die staatliche Nachrichtenagentur Andina nennt für 2026 diese Aufteilung: Rundgang 1 heißt Panorámico, Rundgang 2 Machu Picchu Clásico und Rundgang 3 Realeza. Jede Route hat ein eigenes Tageskontingent. Ausverkauft ist deshalb selten ganz Machu Picchu, sondern zuerst die gefragte Route zur gefragten Uhrzeit.
| Rundgang | Routen | Was du siehst | Verfügbarkeit 2026 |
|---|---|---|---|
| 1 Panorámico | 1-A Montaña Machu Picchu, 1-B Obere Terrasse, 1-C Intipunku, 1-D Inka-Brücke | Aussichtspunkte oberhalb der Stadt, kein Gang durch den unteren Stadtteil | 1-A und 1-B ganzjährig, 1-C und 1-D nur in der Hochsaison |
| 2 Clásico | 2-A und 2-B | klassischer Blick von oben und Weg durch den städtischen Sektor | ganzjährig |
| 3 Realeza | 3-A Huayna Picchu, 3-B Realeza, 3-C Gran Caverna, 3-D Huchuy Picchu | unterer Stadtteil mit Sonnentempel und Herrscherbereich, ohne den hohen Aussichtspunkt | 3-A und 3-B ganzjährig, 3-C und 3-D nur in der Hochsaison |
Die Tageskapazität ist 2026 gestaffelt. Laut Kulturministerium dürfen in der Hochsaison 5.600 Menschen pro Tag in die Anlage, an allen übrigen Tagen 4.500. Als Hochsaison gelten 2026 der 1. Januar, der 2. bis 5. April, der Zeitraum vom 19. Juni bis 2. November sowie der 30. und 31. Dezember.
Der Vorverkauf läuft online. Du wählst Datum, Route und Einlasszeit, gibst die Daten deines Reisepasses ein und zahlst mit Karte. Am Eingang wird das Ticket mit dem Reisepass abgeglichen. Die Namen müssen übereinstimmen. Die offizielle Machu-Picchu-Seite des peruanischen Kulturministeriums zeigt die freien Plätze pro Route und Stunde in Echtzeit.
Ein Restkontingent gibt es vor Ort. Andina zufolge gehen 2026 täglich 1.000 Tickets im Kulturzentrum von Machu Picchu Pueblo in den Direktverkauf, meist für den Folgetag. Dafür stehst du persönlich mit Reisepass an. In der Hochsaison bilden sich lange Schlangen, und die Route 2 ist zuerst weg. Wer nur einen Tag Zeit hat, verlässt sich nicht auf dieses Kontingent.
Die Reihenfolge der Buchungen ist wichtig. Zuerst sicherst du das Eintrittsticket, danach den Zug, der zur Einlasszeit passt, zuletzt Bus und Unterkunft. Wer umgekehrt bucht, hat am Ende einen Zug ohne passenden Einlass.
Was kostet der Eintritt nach Machu Picchu für ausländische Erwachsene?
Der reguläre Eintritt nach Machu Picchu kostet für ausländische Erwachsene 152 Soles, Stand 2026. Routen mit Bergbesteigung wie Huayna Picchu oder Montaña Machu Picchu liegen bei 200 Soles. Seit Mai 2026 ist zusätzlich eine Schutzgebietsabgabe von 11 Soles angekündigt.
Die 152 Soles gelten für die Routen ohne Berg, zum Beispiel 2-A, 2-B, 1-B und 3-B. Die 200 Soles für die Bergrouten stammen aus den Preislisten zugelassener Veranstalter für 2026. Für Studierende und Minderjährige gibt es ermäßigte Tarife, für Bürger der Andengemeinschaft und für Peruaner eigene Preise. Die 2026 beworbenen Aktionstarife von 64 und 112 Soles richten sich an einheimische Besucher, nicht an Reisende aus Europa.
Die Schutzgebietsabgabe kommt von der Naturschutzbehörde SERNANP. Peruanische Medien berichteten im Februar 2026, dass ausländische Besucher ab dem 1. Mai 2026 zusätzlich 11 Soles zahlen, zusammen also 163 Soles. Die Abgabe war seit 2023 mehrfach verschoben worden. Maßgeblich ist deshalb der Betrag, den die Ticketplattform beim Kauf ausweist.
Der Eintritt ist nur ein Teil der Kosten. Dazu kommen Zug, Bus, Guide und die Übernachtung in Aguas Calientes. Der Zug ist in der Regel der größte Einzelposten. Agenturen verkaufen Pakete aus Ticket, Zug und Guide mit Aufschlag. Der Aufschlag lohnt sich vor allem dann, wenn die Wunschroute auf der staatlichen Plattform ausverkauft ist oder du die Buchung auf Spanisch nicht selbst erledigen willst.
Wann ist die beste Reisezeit für Machu Picchu?
Die beste Reisezeit für Machu Picchu ist die Trockenzeit von Mai bis September. In diesen Monaten regnet es selten, die Sicht ist am stabilsten und die Wanderwege sind trocken. Die Regenzeit dauert von November bis März, der Inka-Trail ist im Februar geschlossen.
Juni, Juli und August sind die trockensten Monate und zugleich die vollsten. In diese Zeit fallen die Ferien in Europa und Nordamerika sowie das Sonnenfest Inti Raymi am 24. Juni in Cusco. Tickets für Route 2 und Permits für den Inka-Trail sind dann am schnellsten vergeben. Die Nächte in Cusco sind kalt, die Temperaturen fallen bis nahe an den Gefrierpunkt.
April, Mai, September und Oktober sind ein guter Kompromiss. Die Landschaft ist nach der Regenzeit grün, die Schauer sind kürzer, und abseits der Feiertage sind mehr Zeitfenster frei. Morgens liegt in jeder Jahreszeit häufig Nebel über der Anlage. Er löst sich oft im Lauf des Vormittags auf.
Die Regenzeit hat einen Vorteil und zwei Nachteile. Der Vorteil sind weniger Besucher. Die Nachteile sind verhangene Aussichten und das Risiko von Erdrutschen an Bahnstrecke und Straßen. Im Februar sperrt die Verwaltung den Inka-Trail jedes Jahr für Wartungsarbeiten. Die Inka-Stadt selbst bleibt geöffnet und ist mit dem Zug erreichbar.
Machu Picchu lässt sich gut mit weiteren Zielen des Kontinents verbinden, etwa mit dem Titicacasee oder der Atacama-Wüste. Anregungen für die Route findest du in den Artikeln 8 Südamerika Sehenswürdigkeiten und 8 Chile Sehenswürdigkeiten.
Wie gehst du in Cusco und Machu Picchu mit der Höhe um?
Die Höhe ist in Cusco das größere Thema als in Machu Picchu. Cusco liegt auf rund 3.400 Metern, die Inka-Stadt rund 1.000 Meter tiefer. Zwei bis drei Tage Akklimatisierung vor Wanderungen und ein ruhiger erster Tag senken das Risiko der Höhenkrankheit deutlich.
Die akute Höhenkrankheit äußert sich durch Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Schlafstörungen und Kurzatmigkeit. Die Beschwerden beginnen meist einige Stunden nach der Ankunft. Sie treffen trainierte Menschen ebenso wie untrainierte. Alter und Fitness sagen wenig darüber aus, wie dein Körper reagiert.
Vier Maßnahmen helfen den meisten Reisenden: am Ankunftstag wenig unternehmen, viel Wasser trinken, auf Alkohol verzichten und leicht essen. Eine sinnvolle Reihenfolge ist, nach der Landung in Cusco direkt ins tiefer gelegene Heilige Tal zu fahren. Ollantaytambo liegt auf rund 2.800 Metern. Von dort besuchst du zuerst Machu Picchu und kehrst erst danach für mehrere Tage nach Cusco zurück.
Der Inka-Trail und der Salkantay-Trek führen über Pässe von 4.200 und 4.600 Metern. Für beide Routen sind zwei bis drei Tage auf der Höhe von Cusco vorab die Untergrenze. Kokatee gehört in den Anden zum Alltag und wird in fast jeder Unterkunft angeboten. Ein Ersatz für Akklimatisierung ist er nicht.
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Sprich vor der Reise mit deiner Hausarztpraxis oder einer reisemedizinischen Beratungsstelle, vor allem bei Herz- oder Lungenerkrankungen, in der Schwangerschaft und bei Reisen mit Kindern. Medikamente zur Vorbeugung der Höhenkrankheit sind verschreibungspflichtig. Starke Kopfschmerzen, Atemnot in Ruhe, Gangunsicherheit oder Verwirrtheit sind Warnzeichen: Dann gilt sofortiger Abstieg und ärztliche Hilfe.
Zur Vorbereitung gehört auch der Impf- und Versicherungsschutz. Das Auswärtige Amt nennt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen für Peru die empfohlenen Reiseimpfungen. Einen Überblick über eine davon gibt der Artikel Hepatitis A und B Impfung: Wissen, was wichtig ist. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist für die Anden sinnvoll, mehr dazu steht im Beitrag Reiseversicherung: Ein Überblick über die wichtigsten Versicherungen.
Die Sicherheitslage prüfst du kurz vor der Abreise. Das Auswärtige Amt weist für Peru 2026 darauf hin, dass Proteste und Demonstrationen jederzeit möglich sind und in mehreren Regionen der Ausnahmezustand gilt, unter anderem im Großraum Lima. In der Region Cusco haben Streiks und Blockaden in den vergangenen Jahren mehrfach den Zugverkehr nach Aguas Calientes unterbrochen. Ein Puffertag vor dem Rückflug schützt vor verpassten Anschlüssen.

Welche Regeln gelten beim Besuch von Machu Picchu?
In Machu Picchu gelten feste Besuchsregeln: Einlass nur zur gebuchten Zeit und mit Reisepass, Rundgang nur in eine Richtung, Begleitung durch einen lizenzierten Guide und kein Wiedereinlass. Stative, Drohnen, große Rucksäcke und Lebensmittel sind laut Besuchsordnung des Kulturministeriums verboten.
Das Einlassfenster steht auf dem Ticket. Die Fenster beginnen ab 6 Uhr morgens im Stundentakt, die letzten Einlässe liegen am Nachmittag. Plane die Busfahrt so, dass du vor Beginn deines Fensters am Eingang stehst. Die Warteschlange an der Bushaltestelle in Aguas Calientes dauert am frühen Morgen oft länger als die Fahrt selbst.
Der Rundgang ist eine Einbahnstraße. Du folgst der gebuchten Route, ein Umkehren oder der Wechsel auf einen anderen Rundgang ist nicht erlaubt. Die Aufenthaltsdauer ist begrenzt: Für die Routen ohne Berg sind es nur wenige Stunden, für die Bergrouten gilt mehr Zeit. Aufseher achten darauf, dass Gruppen weitergehen.
Die Guide-Pflicht steht in der Besuchsordnung. Ein Guide führt höchstens 16 Personen. Guides findest du über Agenturen in Cusco, über deine Unterkunft in Aguas Calientes oder direkt am Eingang. Eine Führung in englischer Sprache ist leicht zu bekommen, deutschsprachige Guides buchst du vorab.
Folgende Gegenstände und Verhaltensweisen sind in der Anlage untersagt:
- Stative, Selfie-Sticks und Drohnen
- Rucksäcke oberhalb der zugelassenen Handgepäckgröße, größere Taschen gibst du am Eingang ab
- Lebensmittel, Alkohol und Einwegplastik
- Regenschirme, erlaubt ist Regenkleidung
- Wanderstöcke ohne Gummikappe, Ausnahmen gelten für ältere Menschen und Personen mit Gehbehinderung
- Klettern auf Mauern, Rauchen und laute Musik
Toiletten gibt es nur vor dem Eingang. Wer die Anlage verlässt, kommt mit demselben Ticket nicht wieder hinein. Trinkwasser in einer wiederbefüllbaren Flasche, Sonnenschutz, Regenjacke und der Reisepass im Original gehören in den kleinen Tagesrucksack.
Das bekannte Postkartenmotiv mit der Stadt im Vordergrund und dem Huayna Picchu dahinter entsteht auf den oberen Terrassen. Diesen Standort erreichst du mit den Routen der Rundgänge 1 und 2. Rundgang 3 beginnt weiter unten und führt nicht dorthin. Das betrifft auch das Ticket für den Huayna Picchu, denn die Route 3-A gehört zu Rundgang 3. Wer Bergbesteigung und klassischen Blick will, bucht zwei Tickets: zum Beispiel 3-A am Vormittag und 2-A am Nachmittag oder am Folgetag. Dafür ist eine Übernachtung in Aguas Calientes die entspanntere Lösung.
Lohnen sich Huayna Picchu oder Montaña Machu Picchu?
Huayna Picchu und Montaña Machu Picchu lohnen sich für trittsichere Besucher mit guter Kondition, die eine Aussicht von oben auf die Inka-Stadt wollen. Huayna Picchu ist kürzer, steiler und schneller ausgebucht. Montaña Machu Picchu ist höher, länger und weniger ausgesetzt.
Der Huayna Picchu ist der spitze Gipfel hinter der Stadt, rund 2.700 Meter hoch. Der Aufstieg der Route 3-A führt über schmale, steile Inka-Treppen, an einigen Stellen mit Stahlseil. Hin und zurück sind es etwa zwei Stunden. Der Weg ist nichts für Menschen mit Höhenangst, und bei Nässe sind die Stufen rutschig. Das Kontingent ist klein, die Tickets sind in der Hochsaison oft Wochen im Voraus vergeben.
Die Montaña Machu Picchu liegt auf der gegenüberliegenden Seite und ist mit rund 3.080 Metern deutlich höher. Die Route 1-A überwindet vom Eingang aus etwa 600 Höhenmeter über breite Steinstufen. Für Auf- und Abstieg sind drei bis vier Stunden realistisch. Der Blick reicht über die gesamte Anlage, den Huayna Picchu und das Tal des Urubamba. Die Stadt wirkt von dort klein, weil der Gipfel weit entfernt ist.
Der Huchuy Picchu auf Route 3-D ist die kurze Variante. Der kleine Nachbargipfel des Huayna Picchu ist 2026 nur in der Hochsaison geöffnet und in deutlich kürzerer Zeit bestiegen. Dasselbe Saisonfenster gilt für die Routen zum Sonnentor Intipunku und zur Inka-Brücke.
Wer zum ersten Mal kommt und nur ein Ticket kauft, ist mit Route 2-A oder 2-B am besten bedient. Sie verbindet den Aussichtspunkt mit dem längsten Weg durch die Stadt. Ein Berg ist die Ergänzung für einen zweiten Besuch am selben oder am nächsten Tag.
Meine EinschätzungDie gängige Annahme lautet: Machu Picchu ist ein Tagesausflug ab Cusco. Die Regeln von 2026 sprechen dagegen. Ein festes Einlassfenster, eine einzige Route ohne Rückweg und eine Anreise aus Bus, Zug und noch einmal Bus lassen an einem Tag kaum Spielraum. Ein verspäteter Zug kostet dann den ganzen Besuch. Mit einer Nacht in Aguas Calientes und einem Einlass am frühen Morgen wird aus dem engen Zeitplan ein ruhiger Vormittag. Überschätzt wird aus redaktioneller Sicht der Sonnenaufgang: Die Sonne steigt hinter den Bergen auf, und morgens liegt häufig Nebel über der Anlage. Unterschätzt wird die Wahl der Route. Sie entscheidet darüber, ob du das bekannte Bild überhaupt zu sehen bekommst. Der Besuch lohnt sich für alle, die Buchungsaufwand, Höhe und Menschenmengen in Kauf nehmen. Wer Ruinen in Ruhe sucht, ist in Ollantaytambo oder Pisac im Heiligen Tal besser aufgehoben.
- Buchungsreihenfolge: erst Eintrittsticket mit Route und Uhrzeit, dann Zug, dann Bus und Unterkunft.
- Erstbesuch: Route 2-A oder 2-B zeigt Aussichtspunkt und Stadt in einem Rundgang.
- Kontingent 2026: 5.600 Besucher pro Tag vom 19. Juni bis 2. November, sonst 4.500. Vor Ort gibt es täglich 1.000 Resttickets.
- Preis für ausländische Erwachsene: 152 Soles regulär, Bergrouten 200 Soles, dazu die angekündigte Abgabe von 11 Soles.
- Höhe: Cusco liegt rund 1.000 Meter über Machu Picchu. Zwei bis drei Tage Akklimatisierung einplanen und vorab ärztlichen Rat einholen.
- Pflicht am Eingang: Reisepass im Original, Ticket zur gebuchten Zeit, kleiner Rucksack ohne Stativ und Lebensmittel.
Häufige Fragen
Für die Hochsaison vom 19. Juni bis 2. November 2026 buchst du das Ticket am besten mehrere Wochen vorher, für die Route 2 und den Huayna Picchu noch früher. Der Verkauf läuft über die staatliche Plattform tuboleto.cultura.pe. Vor Ort in Machu Picchu Pueblo gibt es täglich 1.000 Resttickets, die Wunschroute ist dort aber nicht garantiert.
Ein Tagesausflug ab Cusco ist möglich, aber eng getaktet. Du fährst früh nach Ollantaytambo, nimmst den Zug nach Aguas Calientes und den Bus zum Eingang. Zugverspätungen gefährden das feste Einlassfenster. Mit einer Übernachtung in Aguas Calientes erreichst du die frühen Zeitfenster am Morgen und hast einen Puffer für die Rückfahrt.
Ja. Das Ticket ist personengebunden und wird am Eingang mit dem Ausweisdokument abgeglichen, das du beim Kauf angegeben hast. Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das der Reisepass im Original. Eine Kopie oder ein Foto auf dem Handy genügt nicht. Achte darauf, dass Name und Passnummer auf dem Ticket exakt stimmen.
Machu Picchu ist mit Zug und Bus ohne Wanderung erreichbar. In der Anlage gibt es jedoch viele unebene Steinstufen und keine Aufzüge oder Sitzgelegenheiten im Rundgang. Die Routen ohne Berg sind für Kinder und trittsichere ältere Menschen machbar. Wegen der Höhe von Cusco ist vor der Reise eine ärztliche Beratung sinnvoll, besonders bei Vorerkrankungen.
Aguas Calientes, offiziell Machu Picchu Pueblo, ist der Ort direkt unterhalb der Inka-Stadt und die praktischste Basis für einen frühen Einlass. Die Busse zum Eingang starten im Ortszentrum. Ruhiger und tiefer gelegen als Cusco ist Ollantaytambo im Heiligen Tal, von dort fährt der Zug in rund anderthalb bis zwei Stunden nach Aguas Calientes.
