Camping Kosten in Europa 2026: Preise pro Nacht im Ländervergleich
Wohnwagen und Wohnmobile auf einem Campingplatz am Meer im Sommer
Camping Reiseratgeber

Camping Kosten in Europa 2026: Preise pro Nacht im Ländervergleich

Camping kostet in Europa in der Hochsaison 2026 im Schnitt 49 Euro pro Nacht für eine Familie mit Wohnwagen oder Wohnmobil. Die Spanne reicht laut PiNCAMP, dem Campingportal des ADAC, von 38 Euro in Norwegen bis 73 Euro in Kroatien.

📋 Kurz zusammengefasst

Die PiNCAMP Preisanalyse 2026 hat rund 2.300 Campingplätze in 12 Ländern ausgewertet. Deutschland liegt mit 41 Euro pro Nacht auf Platz drei der günstigsten Länder, hinter Norwegen und Schweden. Kroatien, Italien und die Schweiz bilden das teure Ende. In der Nebensaison sinken die Preise europaweit um durchschnittlich 29 Prozent, in Kroatien um 53 Prozent. Zum Platzpreis kommen je nach Platz Strom, Kurtaxe, Hundegebühr und Duschmarken. Rabattkarten wie die ACSI CampingCard gelten nur außerhalb der Hochsaison und rechnen sich vor allem für Paare.

Was kostet eine Nacht auf dem Campingplatz in Europa 2026?

Eine Nacht auf dem Campingplatz kostet in Europa 2026 zwischen 38 und 73 Euro im Landesdurchschnitt. Die PiNCAMP Preisanalyse 2026 rechnet mit zwei Erwachsenen, einem Kind bis zehn Jahre und einem Standplatz für Wohnmobil oder Wohnwagen in der Sommer-Hochsaison.

PiNCAMP hat die Analyse am 12. März 2026 veröffentlicht. Grundlage sind die ausgewiesenen Hochsaisonpreise von rund 2.300 Campingplätzen in den 12 wichtigsten Urlaubsländern deutscher Camper. Zeltplätze hat PiNCAMP nicht berücksichtigt. Wer mit dem kleinen Zelt reist, zahlt auf den meisten Plätzen weniger als die hier genannten Beträge.

LandPreis pro Nacht (Hochsaison 2026)Veränderung zum Vorjahr14 Nächte
Norwegen38 €+1 %532 €
Schweden40 €+7 %560 €
Deutschland41 €+7 %574 €
Niederlande43 €+5 %602 €
Frankreich46 €+6 %644 €
Durchschnitt Europa49 €+7 %686 €
Dänemark51 €+4 %714 €
Vereinigtes Königreich53 €+11 %742 €
Österreich56 €+8 %784 €
Spanien58 €+15 %812 €
Schweiz61 €+3 %854 €
Italien63 €+4 %882 €
Kroatien73 €+12 %1.022 €

Die Preise pro Nacht und die Veränderungen stammen aus der PiNCAMP Preisanalyse 2026. Die Spalte für 14 Nächte ist eine eigene Multiplikation. Sie zeigt den Abstand im Urlaubsbudget: Zwei Wochen Kroatien kosten im Schnitt 448 Euro mehr als zwei Wochen Deutschland, bei gleicher Familie und gleichem Fahrzeug.

Den stärksten Preisanstieg verzeichnet Spanien mit 15 Prozent, gefolgt von Kroatien mit 12 Prozent und dem Vereinigten Königreich mit 11 Prozent. Norwegen bleibt mit einem Prozent nahezu stabil. PiNCAMP-Geschäftsführer Uwe Frers begründet das hohe Niveau am Mittelmeer mit einer hohen internationalen Nachfrage bei begrenzten Kapazitäten.

Andere Vergleiche kommen zu anderen Zahlen, weil sie anders rechnen. Das Portal camping.info setzt in seiner Auswertung für 2026 zwei Personen mit Stellplatz, Caravan, Strom und Ortstaxe an und wertet nach eigenen Angaben mehr als 20.000 Plätze in 34 Ländern aus. Für Österreich ergibt das 40,56 Euro pro Nacht. PiNCAMP kommt für Österreich auf 56 Euro, rechnet aber mit drei Personen. Ein Preisvergleich ist also nur mit Blick auf die Rechengrundlage aussagekräftig.

Die Landesdurchschnitte ersetzen nicht den Blick auf den einzelnen Platz. Im Campingplatz-Verzeichnis von urlaubszeit.de findest du Campingplätze nach Ländern sortiert und fragst den Tagespreis direkt beim Betreiber an.

Was ist im Übernachtungspreis enthalten und welche Nebenkosten kommen dazu?

Der Übernachtungspreis auf dem Campingplatz besteht aus Stellplatzgebühr und Personengebühr. Vier Nebenkosten rechnen Campingplätze je nach Betrieb getrennt ab: Strom, Kurtaxe, Hund und warme Duschen. Die Preisliste des Platzes zeigt, welche Posten im Grundpreis stecken.

Campingplätze rechnen nach zwei Modellen ab. Im Einzelpreismodell zahlst du pro Stellplatz, pro Erwachsenem, pro Kind und pro Extra. Im Pauschalmodell gilt ein Komplettpreis für den Stellplatz mit zwei Personen, oft inklusive Strom. Große Ferienanlagen am Mittelmeer arbeiten überwiegend mit Pauschalen und Platzkategorien, bei denen die Lage zum Wasser den Preis bestimmt.

Strom

Strom berechnen Campingplätze entweder als Tagespauschale oder nach Verbrauch über einen Zähler an der Stromsäule. Die Pauschale lohnt sich bei hohem Verbrauch, etwa mit Klimaanlage oder elektrischer Heizung. Die Abrechnung nach Kilowattstunde ist günstiger, wenn du nur Kühlschrank, Licht und Ladegeräte betreibst. Wintercamper zahlen mit Heizlüfter über den Zähler ein Mehrfaches des Sommerverbrauchs.

Kurtaxe

Die Kurtaxe ist eine kommunale Abgabe pro Person und Nacht, die der Campingplatz für die Gemeinde einzieht. In Österreich heißt sie Ortstaxe, in Italien tassa di soggiorno, in Frankreich taxe de séjour und in Kroatien Aufenthaltstaxe. Die Höhe legt die Gemeinde fest. Kinder sind je nach Satzung befreit oder zahlen einen ermäßigten Satz. Die Kurtaxe steht in fast allen Preislisten als eigener Posten und fehlt in den beworbenen Stellplatzpreisen.

Hund

Hunde kosten auf den meisten Campingplätzen eine Tagesgebühr. Einige Plätze begrenzen die Zahl der Hunde pro Stellplatz oder sperren die Hochsaison für Hunde ganz. Die Regeln und Vorbereitungen stehen im Artikel Die wichtigsten Infos für Camping mit Hund.

Duschen und weitere Posten

Warme Duschen sind auf einem Teil der Plätze im Preis enthalten. Andere Plätze geben Duschmarken, Münzen oder Chipkarten aus und rechnen pro Duschgang ab. Weitere Einzelposten sind Waschmaschine und Trockner, WLAN, ein zweites Auto, ein Zusatzzelt für die Kinder, Besucher und ein Privatbad am Stellplatz. Einzelne Betreiber berechnen zusätzlich eine Reservierungsgebühr oder eine Müllpauschale pro Aufenthalt.

⚠️ Wichtiger Hinweis

Alle Länderpreise in diesem Artikel sind Durchschnittswerte für die Hochsaison 2026 und keine Preiszusage. Die PiNCAMP Preisanalyse weist nicht aus, ob Strom und Kurtaxe im Gesamtpreis enthalten sind. Verbindlich ist allein die aktuelle Preisliste des Campingplatzes. Die Kurtaxe ist eine Pflichtabgabe der Gemeinde. Der Platz darf sie nicht erlassen, auch nicht bei Rabattkarten.

Wie stark unterscheiden sich die Camping Kosten in Haupt- und Nebensaison?

Die Camping Kosten liegen in der Nebensaison europaweit durchschnittlich 29 Prozent unter dem Hochsaisonniveau. Kroatien erreicht laut PiNCAMP Preisanalyse 2026 mit 53 Prozent den größten Abschlag, Italien und Spanien folgen mit jeweils 38 Prozent, Deutschland kommt auf 11 Prozent.

Die Hauptsaison umfasst nach der PiNCAMP-Definition Juli und August. In diesen zwei Monaten treffen die Schulferien fast aller europäischen Länder aufeinander. Die Betreiber am Mittelmeer staffeln ihre Preislisten in drei bis fünf Saisonzeiten. Der teuerste Abschnitt liegt in der Regel zwischen Mitte Juli und Mitte August.

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Eine eigene Rechnung mit den PiNCAMP-Werten zeigt die Folge. Kroatien kostet in der Hochsaison 73 Euro. Ein Abschlag von 53 Prozent ergibt rund 34 Euro pro Nacht. Deutschland kostet in der Hochsaison 41 Euro. Ein Abschlag von 11 Prozent ergibt rund 36 Euro. Das teuerste Land der Hochsaison ist in der Nebensaison rechnerisch günstiger als Deutschland. Italien landet mit 38 Prozent Abschlag bei rund 39 Euro, Spanien bei rund 36 Euro.

Deutschland schwankt weniger, weil die Nachfrage sich gleichmäßiger über das Jahr verteilt. An den Küsten ist der Effekt größer: Mecklenburg-Vorpommern liegt in der Nebensaison 24 Prozent unter dem Hochsaisonpreis, Schleswig-Holstein 20 Prozent. Für die Ostsee im Juni oder September bedeutet das rund 33 statt 43 Euro pro Nacht in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Nebensaison hat einen Preis, der nicht auf der Rechnung steht. Pools, Restaurants, Animation und Supermärkte laufen auf Plätzen in Südeuropa außerhalb der Sommermonate nur eingeschränkt oder bleiben geschlossen. Saisonplätze am Mittelmeer schließen im Herbst komplett, die Öffnungszeiten stehen in der Preisliste. Wer mit Kroatien plant, findet die Regionen und Platztypen im Artikel Camping in Kroatien.

Freie Stellplätze auf einem Campingplatz außerhalb der Hochsaison
In der Nebensaison sind Stellplätze freier und deutlich günstiger.

Wo ist Camping in Deutschland am günstigsten?

Camping ist in Deutschland in Thüringen am günstigsten: 34 Euro kostet dort die Nacht für eine Familie in der Hochsaison 2026. Hessen folgt mit 37 Euro, Sachsen-Anhalt mit 38 Euro. Brandenburg ist laut PiNCAMP mit 45 Euro das teuerste Bundesland.

Die Spanne zwischen dem günstigsten und dem teuersten Bundesland beträgt nur 11 Euro. Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Sachsen liegen bei 39 Euro, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bei 40 Euro. Bayern kommt auf 42 Euro, Mecklenburg-Vorpommern auf 43 Euro und Baden-Württemberg auf 44 Euro. Die Stadtstaaten und das Saarland fehlen in der Auswertung wegen geringer Fallzahlen.

Die Preisentwicklung verläuft uneinheitlich. Nordrhein-Westfalen verzeichnet mit 18 Prozent den stärksten Anstieg, Niedersachsen folgt mit 11 Prozent. Sachsen-Anhalt ist das einzige Bundesland mit sinkenden Preisen, dort gingen die Preise um 3 Prozent zurück.

Zwei Besonderheiten unterscheiden Deutschland vom Rest Europas. Die erste betrifft die Küste: Europaweit kosten Küstenplätze 36 Prozent mehr als vergleichbare Plätze im Binnenland, in Frankreich 49 Prozent, in Spanien 36 Prozent und in Kroatien 30 Prozent. In Deutschland beträgt der Küstenaufschlag rund ein Prozent. Die zweite betrifft die Ausstattung: Ein 5-Sterne-Platz kostet in Deutschland durchschnittlich 57 Euro pro Nacht. In Spanien sind es 98 Euro, in Kroatien 95 Euro, in Österreich 92 Euro und in Italien 91 Euro.

Für die Planung heißt das: Ein gut ausgestatteter Platz an Nord- oder Ostsee kostet in Deutschland weniger als ein durchschnittlicher Platz in Italien.

Was bringen ACSI CampingCard und ADAC Campcard?

Die ACSI CampingCard senkt den Übernachtungspreis in der Nebensaison auf einen Festtarif zwischen 13 und 27 Euro pro Nacht. Die ADAC Campcard bietet rund 2.500 Rabattangebote mit bis zu 50 Prozent Nachlass. Beide Rabattkarten gelten nicht in der Hochsaison.

ACSI CampingCard

Die CampingCard ACSI ist eine Ermäßigungskarte des niederländischen Campingführer-Verlags ACSI. Sie gilt im Jahr 2026 auf rund 3.000 jährlich inspizierten Campingplätzen in mehr als 20 europäischen Ländern. Jeder teilnehmende Platz hat einen von acht Festtarifen: 13, 15, 17, 19, 21, 23, 25 oder 27 Euro pro Nacht. ACSI gibt die Ersparnis mit bis zu 60 Prozent an.

Der Tarif gilt für zwei Erwachsene mit Stellplatz. Strom bis 4 Kilowattstunden pro Tag, warme Duschen und ein Hund sind nach den ACSI-Bedingungen eingeschlossen. Kinder, Kurtaxe und Mehrverbrauch an Strom zahlst du extra. Jeder Platz legt seine Akzeptanzzeiträume selbst fest. Juli und August sind bei fast allen Plätzen ausgeschlossen. Die Karte gibt es zusammen mit dem ACSI-Campingführer und gilt ein Kalenderjahr.

ADAC Campcard

Die ADAC Campcard ist die Rabattkarte von PiNCAMP, dem Campingportal des ADAC. Seit 2026 gibt es sie nur noch digital in der PiNCAMP App. Den ADAC Campingführern 2026 liegt ein Gutschein bei, der die Karte für ein Jahr freischaltet. Die Führer erscheinen in den zwei Bänden Deutschland und Nordeuropa sowie Südeuropa und kosten jeweils 29,90 Euro. Ohne Buch bekommst du die Karte als Jahresabo in der App. Die Campcard arbeitet nicht mit Festtarifen. Jeder Platz legt sein eigenes Angebot fest, etwa einen Prozentrabatt oder einen Sonderpreis in der Nebensaison.

💡 Gut zu wissen

Die ACSI CampingCard ist auf zwei Personen zugeschnitten. Für Familien schrumpft der Vorteil, weil jedes Kind zum regulären Kinderpreis des Platzes dazukommt. Rechne deshalb vor der Buchung beide Varianten durch: den ACSI-Tarif plus Kinder plus Kurtaxe gegen den Nebensaison-Familienpreis oder ein Pauschalangebot des Platzes. Auf Plätzen mit kostenlosen Kindern in der Nebensaison gewinnt die Karte, auf Plätzen mit Familienpauschale oft das Angebot des Betreibers. Händler geben an, dass sich die Karte ab vier Übernachtungen rechnet. Das gilt für Paare.

Was zahlt eine Familie für zwei Wochen Camping?

Eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind zahlt für 14 Nächte Camping in der Hochsaison 2026 im Schnitt 574 Euro in Deutschland, 882 Euro in Italien und 1.022 Euro in Kroatien. Die Beträge ergeben sich aus den PiNCAMP-Durchschnittspreisen pro Nacht.

Die folgende Beispielrechnung arbeitet mit drei Reisevarianten. Die Familie besteht aus zwei Erwachsenen und einem Kind von acht Jahren und reist mit dem Wohnwagen.

  1. Deutschland im August: 14 Nächte zu 41 Euro ergeben 574 Euro.
  2. Kroatien im August: 14 Nächte zu 73 Euro ergeben 1.022 Euro.
  3. Kroatien in der Nebensaison: 14 Nächte zu rund 34 Euro ergeben rund 480 Euro.

Der Unterschied zwischen Variante 2 und Variante 3 beträgt rund 540 Euro bei gleichem Land und gleicher Aufenthaltsdauer. Variante 3 setzt voraus, dass die Familie außerhalb der Sommerferien reisen kann, also in den Pfingstferien oder mit einem Kind, das noch nicht zur Schule geht.

Die Nebenkosten kommen dazu, sofern der Platz sie getrennt abrechnet. Als reine Rechenannahme, nicht als Durchschnittswert: Eine Kurtaxe von 2 Euro pro Erwachsenem und Nacht ergibt in 14 Nächten 56 Euro. Eine Hundegebühr von 4 Euro pro Nacht ergibt weitere 56 Euro. Schon zwei kleine Posten erhöhen die Rechnung für Variante 1 damit um fast 20 Prozent. Setze die Beträge aus der Preisliste deines Platzes ein, die Rechnung bleibt dieselbe.

Der Platzpreis ist nur ein Teil der Reisekosten. Die Anreise nach Kroatien führt über Österreich und Slowenien, beide Länder verlangen eine Vignette, in Kroatien fällt Streckenmaut an. Dazu kommt der höhere Kraftstoffverbrauch mit Wohnwagen. Die Regeln der einzelnen Länder erklärt der Artikel Mautgebühren und Vignetten in Europa. Ein nahes Ziel mit 41 Euro pro Nacht ist unter dem Strich oft deutlich günstiger, als der Preisunterschied pro Nacht vermuten lässt.

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Familie sitzt vor einem Wohnwagen mit Vorzelt auf dem Campingplatz
Familienurlaub mit Wohnwagen: Der Endpreis zählt, nicht der Stellplatzpreis.

Wie lassen sich die Camping Kosten senken?

Die Camping Kosten sinken am stärksten durch drei Entscheidungen: Reisezeit außerhalb von Juli und August, ein Platz im Binnenland statt an der Küste und ein Reiseland mit niedrigem Preisniveau. Rabattkarten, Stellplätze und der Verzicht auf Extras bringen zusätzliche Ersparnis.

Sieben Hebel wirken in der Praxis, sortiert nach Größe des Effekts:

  • Reisezeit verschieben: Die Nebensaison spart europaweit 29 Prozent, in Kroatien 53 Prozent.
  • Binnenland wählen: Ein Platz im Hinterland spart in Frankreich, Spanien und Kroatien den Küstenaufschlag von 30 bis 49 Prozent.
  • Reiseland wechseln: Norwegen, Schweden, Deutschland und die Niederlande liegen 6 bis 11 Euro pro Nacht unter dem Europaschnitt.
  • Platzkategorie prüfen: Standardparzellen in der zweiten oder dritten Reihe kosten auf Mittelmeerplätzen weniger als Parzellen am Wasser.
  • Rabattkarte nutzen: Die ACSI CampingCard begrenzt den Preis für zwei Personen auf höchstens 27 Euro pro Nacht.
  • Stromverbrauch abrechnen: Die Zählerabrechnung ist bei geringem Verbrauch günstiger als die Tagespauschale.
  • Stellplätze einbauen: Wohnmobilstellplätze kosten weniger als Campingplätze und sind zum Teil gebührenfrei.

Wohnmobilstellplätze sind einfache Übernachtungsplätze ohne Rezeption, Sanitärgebäude und Freizeitangebot. Gemeinden, Weingüter und Bauernhöfe betreiben sie, oft mit Parkscheinautomat oder Spendenkasse. Für eine Zwischenübernachtung auf der Anreise reicht ein solcher Platz aus. Im Verzeichnis findest du kostenlose Campingplätze und Stellplätze in einer eigenen Liste. Prüfe vor Ort die Beschilderung, denn Gebühren und Höchststandzeiten ändern sich.

Norwegen ist ein Sonderfall. Das Land hat mit 38 Euro den niedrigsten Platzpreis im Vergleich, aber hohe Kosten für Fähren, Lebensmittel und Kraftstoff. Der Artikel Camping in Norwegen beschreibt die Besonderheiten des Landes. Freies Stehen außerhalb von Plätzen spart die Platzgebühr ganz, ist aber in den meisten Ländern Europas verboten oder stark eingeschränkt. Die Rechtslage je Land fasst der Artikel Wildcamping in Europa: Was ist erlaubt und was nicht? zusammen.

Der letzte Schritt ist der Vergleich konkreter Plätze. Das Campingplatz-Verzeichnis mit Plätzen in 37 Ländern zeigt dir die Plätze einer Region auf der Karte samt Ausstattung und Kontakt. Frage bei zwei oder drei Plätzen den Gesamtpreis für deine Reisedaten an, mit allen Personen, Strom, Kurtaxe und Hund. Erst dieser Endpreis ist vergleichbar.

💬 Meine Einschätzung

Die gängige Annahme lautet: Der Süden ist teuer, der Norden günstig. Die PiNCAMP-Zahlen für 2026 zeigen ein anderes Bild. Teuer ist nicht der Süden, teuer sind die Wochen im Juli und August an der Küste. Kroatien fällt in der Nebensaison rechnerisch auf rund 34 Euro und liegt damit unter Deutschland. Überschätzt wird der Ländervergleich selbst: Die Reisezeit bewegt den Preis stärker als die Landesgrenze. Unterschätzt werden die Nebenkosten und die Anreise. Für Familien, die an die Sommerferien gebunden sind, ist Deutschland 2026 die rechnerisch beste Wahl, auch mit 5-Sterne-Ausstattung und an der Küste. Für Paare ohne Ferienbindung lohnt sich der Mittelmeerraum im Mai, Juni und September, mit Rabattkarte noch mehr. Achte in jedem Fall auf den Endpreis mit allen Posten und nicht auf den beworbenen Stellplatzpreis.

✓ Das Wichtigste in Kürze
  • Frage immer den Endpreis für deine Reisedaten an: alle Personen, Strom, Kurtaxe, Hund.
  • Zwei Wochen Hochsaison kosten eine Familie im Schnitt 574 Euro in Deutschland und 1.022 Euro in Kroatien (PiNCAMP, Stand 2026).
  • Thüringen ist mit 34 Euro pro Nacht das günstigste Bundesland, ein deutscher 5-Sterne-Platz kostet im Schnitt 57 Euro.
  • Küstenplätze kosten europaweit 36 Prozent mehr als Plätze im Binnenland, in Deutschland nur rund ein Prozent.
  • Die ACSI CampingCard gilt 2026 auf rund 3.000 Plätzen in mehr als 20 Ländern mit Festtarifen von 13 bis 27 Euro, aber nur für zwei Personen und nur außerhalb der Hochsaison.
  • Die Kurtaxe ist eine Pflichtabgabe der Gemeinde und kommt bei jedem Tarif dazu.

Häufige Fragen

Was kostet Camping mit dem Zelt im Vergleich zum Wohnwagen?

Camping mit dem Zelt kostet auf den meisten Plätzen weniger als mit Wohnwagen oder Wohnmobil, weil Zeltwiesen und kleine Parzellen niedriger eingestuft sind. Die PiNCAMP Preisanalyse 2026 enthält dazu keine Zahlen, denn Zeltplätze wurden nicht ausgewertet. Den genauen Zeltpreis nennt die Preisliste des Platzes, meist als eigene Zeile für kleines Zelt mit oder ohne Auto.

Welches Land ist 2026 das günstigste Campingland in Europa?

Norwegen ist laut PiNCAMP Preisanalyse 2026 mit durchschnittlich 38 Euro pro Nacht das günstigste der 12 untersuchten Länder. Schweden folgt mit 40 Euro, Deutschland mit 41 Euro. Der Wert gilt für eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind in der Hochsaison. Länder in Südosteuropa wie Albanien oder Rumänien sind in dieser Analyse nicht enthalten.

Ist die Kurtaxe im Campingpreis enthalten?

Die Kurtaxe ist in der Regel nicht im beworbenen Stellplatzpreis enthalten. Der Campingplatz zieht sie als kommunale Abgabe pro Person und Nacht zusätzlich ein und führt sie an die Gemeinde ab. Die Höhe und die Befreiung von Kindern regelt die jeweilige Gemeinde. Auch Inhaber einer ACSI CampingCard zahlen die Kurtaxe zusätzlich zum Festtarif.

Gilt die ACSI CampingCard auch im Juli und August?

Die ACSI CampingCard gilt nur in der Vor- und Nachsaison. Jeder der rund 3.000 teilnehmenden Campingplätze legt seine Akzeptanzzeiträume selbst fest und veröffentlicht sie im ACSI-Führer und in der App. Die Hochsaison im Juli und August ist bei nahezu allen Plätzen ausgeschlossen. In dieser Zeit zahlst du den regulären Preis des Platzes.

Um wie viel sind die Campingpreise 2026 gestiegen?

Die Campingpreise sind 2026 europaweit um durchschnittlich 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, auch in Deutschland. Das zeigt die PiNCAMP Preisanalyse 2026. Spanien verzeichnet mit 15 Prozent den stärksten Anstieg, Kroatien liegt bei 12 Prozent. Norwegen bleibt mit einem Prozent nahezu stabil, die Schweiz steigt um 3 Prozent.

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