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Eintauchen in das Leben der Weltstadt New York

by Urlauber
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Diese Stadt nimmt jeder ganz individuell wahr. Für den einen ist New York der Inbegriff der technokratischen Riesenstadt Metropolis, wie sie vor fast hundert Jahren der Filmregisseur Fritz Lang zum Leben erweckte. Für andere ist New York vor allem ein gigantischer Erlebnispark. Gleichermaßen „Regenbogen-Stadt“ und eine Schatzkammer des Lebens. Wer als Besucher dieser Metropole einmal von der Aussichtsplattform eines Wolkenkratzers auf New York geblickt hat, der wird begreifen, dass dies eine Stadt für Weitsichtige ist.

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Hier ist alles eine Nummer größer, bunter und vielfältiger als anderswo in den Vereinigten Staaten. Hätte die Welt eine Hauptstadt – New York würde bei einer Kandidatur gute Karten haben, denn die meisten Amerikaner sind in dem Wunsch vereint, einmal im Leben für längere Zeit in New York leben zu wollen. Auch deshalb, weil es viele sehenswerte Pfade gibt, um sich in diesem Treibhaus der Träume und Trends nicht zu verirren und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu erleben.

Ellis Island – die Pforte zur Neuen Welt

Um in New York von Brooklyn nach Manhattan zu gelangen, muss man eine Brücke überqueren. Sie ist nahezu eineinhalb Jahrhunderte alt, und als das stählerne Ungetüm für den Verkehr freigegeben wurde, überquerten 150.000 Menschen an Eröffnungstag die Brooklyn Bridge über den East River. Manhattan war über Generationen hinweg für unzählige Menschen in aller Welt so etwas wie die Endstation Sehnsucht.

Brooklyn Bridge
Brooklyn Bridge

Auf Ellis Island, einer dem Stadtteil vorgelagerten Insel im Hudson, wurden über einen langen Zeitraum der Geschichte die Einwanderer registriert. Hier entschied sich für so manchen das Schicksal und die Hoffnung auf ein Leben in der Neuen Welt. Heute ist Ellis Island neben der Freiheitsstatue der Inbegriff der Immigrationen-Historie der USA. Wer sich der Geschichte dieses Landes nähern möchte, der sollte das von den milden Fluten des East River umspülte Museum besuchen.

Ellis Island
Ellis Island

Harlem – das „schwarze Herz“ New Yorks

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Harlem

Man muss keine Pfadfinder-Vergangenheit haben, um sich in New York zu orientieren. Dank eines eindrucksvollen U-Bahn-Netzes, des Straßenrasters und zahlloser Besucherzentren sind die Wege zu den Hotspots relativ leicht zu finden. Warum aber erhielt New York den Beinamen „Big Apple“? Die Mehrzahl der Insider verweisen auf die dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, als Jazzmusiker aus allen Teilen der Vereinigten Staaten ihr Glück in dieser Metropole suchten. Wer dort ein Engagement erhielt, hatte das große Los gezogen – oder aber den „Big Apple“.

Die meisten Jazz-Clubs gab es im Stadtteil Harlem. Dies war das „dunkle Herz“ New Yorks, doch aus dem einstmals beschaulichen Dorf im Schatten der Weltstadt entwickelte sich links und rechts der 125. Straße ein einzigartiges atmosphärisches Gebilde. Hier ist das afroamerikanische Leben noch immer gegenwärtig. Mit einer faszinierenden Kultur. Auch wenn es den legendären Cotton Club nicht mehr gibt, so sollte man als Besucher New Yorks mindestens einen der verbliebenen Jazz-Clubs besuchen. Oder aber auch das National Jazz Museum an der 129. Straße.

Musical-Theater zu Füßen der Giganten

Zwischen der 30. und 59. Straße wächst Manhattan über sich hinaus. Hier wurden vor etlichen Jahren nicht nur die zahlreichen Broadway-Theater einer Verjüngungskur unterzogen. Hier entwarfen die besten Architekten der Welt einzigartige Gebäude. So das Empire State Building, das Rockefeller Center und das Chrysler Building.

Die Bühnen des Theater Districts präsentieren noch immer die Bretter, die den großen Musical-Darstellern die Welt bedeuten. Zu Füßen der Beton-Giganten haben die Theater New Yorks Hochkonjunktur. Wer sich als Besucher der Stadt kurzfristig zu einem Musical-Besuch entscheidet, der sollte sich nach den stark verbilligten Preisen am TKTS-Kiosk an der Ecke des Broadway und der 47. Straße erkundigen. Nicht ganz preiswert sind in dieser Gegend die Restaurants. So zahlt man im Rainbow Grill in der 65. Etage des Rockefeller Centers schon mal 150 Dollar für ein Drei-Gänge-Menü…

Kathedrale-St.-Patrcik-New-York
Kathedrale-St.-Patrcik-New-York

Ein Glasturm, glitzernd wie ein Raumschiff

East Village hat sich einen zweiten Namen gegeben: Glasscherbenviertel. Darunter verstand man nicht nur in den Vereinigten Staaten einen etwas in die Jahre gekommenen und leicht verruchten Stadtteil. Doch dann entwarf ein gewisser Carlos Zapata, ein genialer amerikanischer Architekt mit familiären Wurzeln in Venezuela, in dieser Gegend einen asymmetrischen Glasturm, der bei Sonnenlicht wie ein Raumschiff glitzert. Und dieses Gebäude zählt heute zu den eindrucksvollsten Bauwerken New Yorks. Ansonsten gibt sich East Village bunt und etwas schräg. Es ist das Viertel der Tätowierer und Secondhand-Verkäufer. Wer es mag, kann aber auch auf den Flohmärkten das ein oder andere Schnäppchen machen.

time square
Time Square

Auf den Spuren von Harry und Sally

Einst waren es Juden aus dem Osten Europas, die sich hier niederließen und Lower East Side ein ganz besonderes Gepräge gaben. Für zahlreiche Auswanderer war es an der Schwelle vom 19. zum 20. Jahrhundert die erste Anlaufstelle nach ihrem Eintreffen in New York. Es waren vor allem die überschaubaren Mieten, die in Lower East Side ganze Bevölkerungsgruppen anlockten.

Chinatown in New York City
Chinatown in New York City

Heute sind es vor allem Einwanderer aus Puerto Rico und aus China, die sich dort niedergelassen haben. Die Orchard Street wurde in jüngster Zeit für viele Besucher New Yorks ein Laufsteg zum Entdeckten und zum Stöbern. Alle möglichen Artikel aus Leder werden hier zu Discountpreisen angeboten, und wer nach seinen Shopping-Vergnügen eine Pause benötigt, sollte sich in der Houston Street zu Katz’s Delicatessen begeben. Dieses moderne Etablissement ist so etwas wie ein New Yorker Geheimtipp. Immerhin wurde hier eine berühmte Episode gedreht – die des verfilmten Orgasmus im Streifen „Harry und Sally“.

One World Trade Center in New York
One World Trade Center in New York

Mit einer Kutsche durch den Central Park

Auch in der südlichen Peripherie Manhattans gibt es wieder Leben. Nach dem Anschlag auf das World Trade Center ist Downtown das Symbol für die Widerstandskraft der Amerikaner. Der Ground Zero-Rundgang ist ein „Muss“ einer jeden Visite dieser Stadt. Es gibt hier diverse Gedenkstätten und ein aufrüttelndes Museum mit 40.000 Bildern, 14.000 Artefakten und 3.500 Audio-Aufnahmen. Das gesamte Gelände beruht auf einem Entwurf des weltberühmten Architekten Daniel Liebeskind. Überall dort wird der fast dreitausend Menschen gedacht, die am 11. September 2001 ihr Leben verloren.

Central Park
Central Park

Ein wenig abseits der Hektik Manhattans ist Carroll Gardens eine Idylle für sich. Früher war die Gegend als Hochburg der Mafia verschrien, doch die Zeiten von Al Capone sind längst vorbei. Urban gibt sich die Weltstadt im Central Park, der tatsächlich so zentral gelegen ist, wie man aus seinem Namen ablesen kann. Mit fast 350 Hektar Gesamtfläche ist dies die „grüne Lunge“ New Yorks. Wer sich dort in die Obhut eines historischen Beförderungsmittels begeben möchte, der sollte sich an der Grand Army Plaza um einen Platz in einer Pferdekutsche bemühen.

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