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Kalifornien – Amerikas Goldener Staat an der Pazifikküste

by Urlauber
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Denkt man an Kalifornien, hat man schöne Strände, Surfer und Hollywood vor Augen. Ein Amerika, in dem noch jeder Traum in Erfüllung geht. Da, wo es noch möglich scheint, vom Tellerwäscher zum Millionär zu werden. Aber mal ehrlich: Da mag vielleicht etwas dran sein, dennoch hat der „Golden State“ Kalifornien noch viel mehr zu bieten. Amerika: Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Das gilt auch für Urlauber!

Beste Reisezeit

Kalifornien ist ja üblicherweise als der Sonnenstaat der USA bekannt. Kalifornien ist aber auch groß und nicht in allen Regionen scheint dauerhaft die Sonne. Es gibt sogar Teile von Kalifornien, die im Winter ohne Schnee bleiben.

Wirft man einen Blick auf die Klimatabelle von Kalifornien stellt man fest, dass die Sommermonate in allen Regionen (San Francisco, San Diego, Los Angeles, Sacramento, Yosemite National Park) die wärmsten und die Wintermonate die kältesten sind. Ist ein Ausflug ins Death Valley geplant, sollte dieser in den Monaten Juli und August aufgrund der extrem hohen Temperatur eher gemieden werden. Bessere Ausflugszeit wäre der Herbst oder Frühling.

Bixby-Creek-Bridge-kalifornien
Bixby-Creek-Bridge

Allgemein gelten als die beste Reisezeit für Kalifornien die Monate Mai bis September. In diesen Monaten ist es in Kalifornien schön warm und sonnig. Dennoch sollte man im Hinterkopf haben, dass die Hauptreisezeit im Juli und August ist, weshalb viele Sehenswürdigkeiten vermutlich überlaufen sind. Teurer wird es zudem auch. Der Mai oder September eignen sich für eine Kalifornien-Reise am ehesten. Man ist in der Nebensaison und schönes Wetter hat man auch noch obendrein. Regen ist so gut wie nicht zu erwarten in diesen Monaten.

Bekannte Sehenswürdigkeiten in Kalifornien

Redwood Nationalpark

Die Nordwestküste Kaliforniens ist vor allem für seine riesigen Redwood-Bäume bekannt. Die Wälder sind oft nebelverhangen und durchweg feucht. Bei diesem Klima gedeihen die Mammutbäume besonders gut. Ausgewachsen erreichen sie eine Höhe bis zu 115 Meter. Für alle Star-Wars-Fans: Diese majestätische Kulisse fungierte für den dritten Teil als Drehort für den Waldmond Endor. Der Redwood Nationalpark wurde im Jahr 1980 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Er gilt als Paradies für Fahrradfahrer und Wanderer. Aufschluss über die Vielzahl der Rad- und Wanderwege gibt das dort ansässige Besucherzentrum. Außerdem kann man hier auch viel über die Ökologie des Waldes erfahren. Und während man dann so durch diesen zauberhaften Wald schlendert, braucht es nur ein wenig Glück um seine Bewohner wie beispielsweise Riesensalamander oder Roosevelt-Elche anzutreffen.

Yosemite-Nationalpark-kalifornien
Yosemite-Nationalpark

Yosemite Nationalpark

Der Yosemite Nationalpark ist bekannt für seine Seen, Wälder und Berge. In 600 bis 4.000 Metern Höhe befinden sich vielfältige Ökosysteme. Die einzigartige Bodenstruktur lassen außergewöhnliche Pflanzenarten sprießen, die sehr gerne von Schmetterlingen angezogen werden. Als Wanderer flaniert man zwischen den Mammutbäumen und folgt kristallklaren Flussläufen. Eine Wanderung zum Bridalveil-Wasserfall ist ein Muss.

Möchte man lieber hoch hinaus, sollte man den Granitberg Half Dome erklimmen. In einer Galerie (Ansel Adams Gallery) im Park können unzählige altertümliche Schwarz-Weiß-Drucke begutachtet werden. Diese bilden die Landschaft des Yosemite Nationalparks ab. Relikte aus der Zeit der Ahwahnechee-Indianer – die einst das Tal besiedelten – gibt es in diesem Museum ebenfalls zu sehen.

Riesenbaeume-im-Yosemite-National-Park-Kalifornien
Riesenbäume-im-Yosemite-National-Park-Kalifornien

Golden Gate Bridge

Der Besuch der Golden Gate Bridge ist wohl unumgänglich. Einst war sie bekannt als die längste Hängebrücke weltweit. Ihre Eröffnung war im Jahr 1937 und wurde deshalb orange angestrichen, um sie vor Rost zu schützen. Den Einwohner gefiel es aber so gut, da sie sich gut in die Landschaft integrierte und prompt trug die Farbe zur Berühmtheit der Brücke bei. Sie ist 1,3 km lang und erstreckt sich über die Bucht von San Francisco.

Golden-Gate-Bridge

Als Besucher haben sie die Wahl, ob man die Brücke nun als Autofahrer, Fahrradfahrer oder Fußgänger erkunden möchte. Auf der Brücke gibt es eine Standspur, auf der angehalten werden kann, um den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Der Blick reicht bis zur Gefängnisinsel Alcatraz. Besonders schön ist auch eine Nachtfahrt auf der Brücke, wenn man der glitzernden Skyline von San Francisco entgegenfährt.

Hollywood Boulevard

Ein bisschen Glanz und Glamour kann man als Besucher auf dem Hollywood Boulevard erleben. Dieser erstreckt sich vom Sunset Plaza Drive bis hin zum Sunset Boulevard in Los Angeles. Besucher kommen hier ihren Filmstars etwas näher – zwar nicht in Natura, jedoch können sie die vielen Sterne, die den Walk of Fame schmücken, besuchen.

Hollywood Boulevard

Des Weiteren kann man im Eingangsbereich des Chinese Theatre Hand- und Fußabdrücke von Prominenten begutachten. Dieses Theater wurde erstmals 1972 eröffnet und dient heute als modernes Kino. In diesem wurden auch schon Oscarverleihungen durchgeführt. Wer seinen Filmstars ganz nahe kommen will, für den lohnt sich ein Besuch im Hollywood Waxmuseum. Neben den Filmstars gibt es dort auch Filmmonster zu sehen.

Death Valley

Dieser Ort ist so lebensfeindlich und schön zugleich, wie kein anderer. Der Death Valley Nationalpark befindet sich im Südosten von Kalifornien. Im Jahr 1936 wurden dort die höchsten Temperaturen auf der ganzen Welt gemessen. Er gilt auch als der trockenste Ort Nordamerikas. Mit 86 Meter unter dem Meeresspiegel gehört er auch zu den am tiefsten gelegenen Orten Nordamerikas.

Death Valley

Im Death Valley findet man bizarr gefärbte Sandsteine, mythisch singende Felsen und riesige Sanddünen. Im Frühling ändert sich das Landschaftsbild aber radikal. Dann wachsen viele Wildblumen und lassen die Wüste zum Leben erwachen.

Was für wann die beste Reisezeit ist, kann nachfolgend entnommen werden:

– Yosemite Nationalpark: Mai bis Juli
Städtereise: März, April, Mai, Oktober
– Death Valley: Oktober, November, März, April
– Strandurlaub: Juni bis September
– Winterurlaub: Oktober bis April

Geschichte des Bundestaates Kaliforniens

Im Jahr 1850 wurde Kalifornien als 31. Staat in die USA aufgenommen. Sacramento wurde 1854 zur Hauptstadt Kaliforniens ernannt. In Kalifornien wurden keine Sklaven gehalten, weshalb die während des Bürgerkriegs eher zur Union hielten. Dies spielte aber aufgrund der großen Entfernung zum Kriegsschauplatz keine weitere Rolle.

Mit dem Bau des Panamakanals im Jahr 1914 und der transkontinentalen Eisenbahn 1869 rückte Kalifornien immer näher an den Rest der USA heran. Der Bau der Route 66 erfolgte erst viel später und stärkte so die Verbindung zum Rest der Vereinigten Staaten.

Vernal-Fall-Yosemite-Nationalpark
Vernal-Fall-Yosemite-Nationalpark

Aufgrund des immer währenden Lichtes und den günstigen Landpreisen siedelte sich hier in den 20er-Jahren die Filmindustrie an. So entstanden die Filmstudios von Hollywood.

In Zeiten der Großen Depression verließen viele Farmer ihre Präriestaaten wie beispielsweise Oklahama. Ihre Existenzgrundlage wurde aufgrund von Dürre zerstört und so zog es sie, auf der Suche nach Arbeit, nach Kalifornien. Literarisch wurde dieses Schicksal in einem Roman namens „Früchte des Zorns“ verewigt.

Während des zweiten Weltkrieges setzte dann die Industrialisierung aufgrund zahlreicher Errichtungen von militärischen Einrichtungen und Werften an der Pazifikküste ein. In diesem Zuge entwickelte sich Kalifornien zum bevölkerungsreichsten Staat und wurde zu einem wichtigen Standort für die Raum- und Luftfahrtindustrie, der Informationstechnologie und der Elektronik.

Vorsicht vor der Nacht

Was man als Tourist eher meiden sollte, ist nachts zu Fuß unterwegs zu sein. Gerade in Los Angeles gibt es viele kleine, dunkle Nebenstraßen, in die man sich besser nicht verirren sollte. Zwar ist man in den Touristenhochburgen relativ sicher vor Kriminalität, jedoch empfiehlt es sich, ein Mietauto zu nehmen oder kurze Strecken mit dem Taxi zurückzulegen.

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