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Route 66: Roadtrip durchs Herz der USA

by Urlauber
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Während sich eine Vielzahl von Menschen weltweit zur Erholung auf klassische Urlaubsreisen begibt, zieht es jedes Jahr viele Leute auf eine etwas andere Art und Weise in die Ferne. Sie reisen nicht zu einem bestimmten Ort, um dort eine gewisse (feste) Zeit lang zu verbleiben, sondern begeben sich auf einen sogenannten „Roadtrip“. Übersetzt bedeutet dies für uns in Deutschland so viel wie „Spritztour“. Dabei setzt man sich einfach hinters Steuer seines Wagens, und fährt eine besonders weite Strecke, auf der gerne auch hier und da ein Zwischenstopp (beispielsweise für Sehenswürdigkeiten) eingelegt wird. Bei Spritztouren gibt es in der Regel zwar auch einen bestimmten Zielort, allerdings gilt bei Roadtrips im Gegensatz zu klassischen Ferienreisen das beliebte Motto: „Der Weg ist das Ziel“.

Nun gibt es auf der ganzen Welt natürlich jede Menge Strecken, die sich äußerst gut für einen Roadtrip eignen. Teils aufgrund ihrer wunderschönen Landschaften auf dem Weg, und teils wegen mehreren Zwischenstopps, die für sich genommen schon eine einzelne Anreise Wert wären. Eine der weltweit beliebtesten Roadtrip-Strecken (wenn nicht sogar die beliebteste) ist die „Route 66“, die praktisch quer durch die kompletten Vereinigten Staaten verläuft. Welche Aspekte diese Strecke für Spritztour-Fans so interessant macht, lässt sich in diesem Artikel in Erfahrung bringen.

Snow Car in Seligman Route 66
Snow Car in Seligman Route 66

Allgemeines

Die Route 66 ist insgesamt knapp 4.000 Kilometer lang und führt unter anderem durch die Staaten Illinois, Missouri, Texas und Kalifornien. Dazu gibt es auf dem Weg noch zahlreiche sehenswerte Nationalparks (und andere Sehenswürdigkeiten) zu entdecken. Viele Fans dieser Route sind der überzeugten Ansicht, dass man das klassische „Amerika-Gefühl“ nirgendwo intensiver erleben kann, als auf der legendären Route 66.

Konkreter Streckenverlauf

Im Folgenden sind sämtliche größeren (bedeutenden) Orte mitsamt Bundesstaat in chronologischer Reihenfolge aufgelistet, durch die man während einer Spritztour durch die Route 66 hindurch fährt. Insgesamt verläuft die Strecke durch 27 Ortschaften und 8 Bundesstaaten.

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– 1. Chicago / Illinois (Startpunkt)
– 2. Springfield / Illinois
– 3. St. Louis / Missouri
– 4. Springfield / Missouri
– 5. Joplin / Missouri
– 6. Gelena / Kansas
– 7. Tulsa / Oklahoma
– 8. Oklahoma City / Oklahoma
– 9. Amarillo / Texas
– 10. Vega / Texas
– 11. Adrian / Texas
– 12. Tucumcari / New Mexico
– 13. Santa Rosa / New Mexico
– 14. Albuquerque / New Mexico
– 15. Gallup / New Mexico
– 16. Winslow / Arizona
– 17. Winona / Arizona
– 18. Flagstaff / Arizona
– 19. Williams / Arizona
– 20. Seligman / Arizona
– 21. Kingman / Arizona
– 22. Oatman / Arizona
– 23. Amboy / Kalifornien
– 24. Barstow / Kalifornien
– 25. San Bernardino / Kalifornien
– 26. Los Angeles, Sunset Boulevard / Kalifornien
– 27. Los Angeles, Santa Monica Pier / Kalifornien (Zielort)

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Startpunkt Chicago, Illinois

Als offizieller Startpunkt der Route 66 gilt die East Adams Street, welche sich westlich von der Kreuzung zur South Michigan Avenue befindet. Als beliebtes Motiv für ein Erinnerungsfoto des Startpunktes gilt eine kreativ gestaltete Tafel, welche in dem kleinen Park an der Ecke „Wabash Avenue/Adams Street“ bestaunt werden kann. Bevor die eigentliche Tour beginnt, können in Chicago noch wunderbar diverse Sehenswürdigkeiten besucht werden.

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Cloud Gate in Chicago

Für viele Touristen steht dabei jedes Jahr die Skulptur „Cloud Gate“ (auch „The Bean“ genannt) im Fokus, die sich im Millennium Park befindet. An großer Beliebtheit erfreuen sich in Chicago auch jedes Jahr die berühmten Bootstouren, bei denen nicht nur eine Menge über die architektonischen Wahrzeichen der Stadt in Erfahrung gebracht werden kann, sondern obendrein auch noch ein wunderschöner Blick auf die Skyline von Chicago geboten ist.

St. Louis, Missouri

Nach dem Start im Bundesstaat Illinois geht es weiter durch St. Louis in Missouri. Schon auf dem Weg dorthin können jede Menge Museen, Motels und Drive-in-Restaurants besucht werden. Eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in St. Louis ist das 192 Meter hohe „Gateway Arch“ (auch „Tor zum Westen“ genannt). Mithilfe eines Aufzugs kann man auf die Spitze dieses Tors gelangen, wo jedem ein sehr beeindruckender Ausblick über die Stadt geboten wird.

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Gateway-Arch in St.-Louis

Zu früheren Zeiten war die Chain of Rocks Bridge am nördlichen Rand der Stadt jahrzehntelang ebenfalls ein fester Bestandteil der Route 66. Allerdings wurde die Brücke irgendwann Teil eines Netzes aus Mehrzweckwegen, die sich auch für Fahrradfahrer und Fußgänger eignen. Neben dem Tor des Westens gehört auch (vor allem für Bierfreunde) die Brauerei „Anheuser-Busch Bewery“ zu den besonders sehenswerten Attraktionen der Stadt. Auch Sportfans kommen in St. Louis durch die packenden Baseball-Spiele der St. Louis Cardinals im Busch Stadium auf ihre Kosten.

Chain of Rocks bridge
Chain of Rocks bridge

Amarillo, Texas

Nachdem es von Illinois durch Missouri, Oklahoma und Kansas ging, erreicht man im Anschluss den Bundesstaat Texas. Amarillo gilt dabei als erster größerer Ort in Texas, durch den man auf der Route 66 hindurch fährt. Besonders sehenswert ist in dieser Stadt für viele Touristen der „U.S. Route 66-Sixth Street Historic District“, welcher in das amerikanische Nationalregister für historische Orte (U.S. National Register of Historic Places) aufgenommen wurde.

Cadillac Ranch amarillo
Cadillac Ranch in Amarillo

Dabei handelt es sich um ein Distrikt, in welchem sich auf einer Länge von insgesamt 13 Straßenblocks diverse Gewerbegebäude drängen. Diese Gebäude sind jeweils in den Architekturstilen „Art moderne“, „Spanish Revival“ und „Art déco“ gehalten, und beherbergen unter anderem eine Vielzahl von beliebten Ausgeh- und Unterhaltungseinrichtungen. Außerdem gibt es in Amarillo noch die berühmte „Cadillac Ranch“ – ein Kunstwerk, welches aus mehreren alten Cadillacs besteht, die zur Hälfte im Boden vergraben sind.

Albuquerque, New Mexico

Als nächster Bundesstaat wird New Mexico angesteuert, welcher damit bereits der sechste Staat ist, den man im Lauf der Route 66 durchqueren muss. Die Strecke verläuft dabei durch die Stadt Albuquerque, wo sich schon bei der Ankunft zahlreiche eindrucksvolle Neonschilder an den Straßenrändern erblicken lassen. Im besonders historisch geprägten Stadtteil „Old Town“ tummeln sich regelrecht viele gute Geschäfte, Boutiquen und Restaurants. Darüber hinaus verfügen die Läden in der Central Avenue über die Besonderheit, dass sie ihre Fassaden mit nostalgisch gestalteten Schildern geschmückt haben. Zudem gibt es ja auch noch in der Central Aveneue Northeast das berühmte traditionsträchtige „66 Diner“, wo in erster Linie traditionelle Diner-Gerichte angeboten werden.

Williams-Arizona
Williams-Arizona
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Los Angeles, Kalifornien (Zielort)

Als offizielles Ziel der Route 66 gilt ein Punkt am Santa Monica Pier in Los Angeles. Schon allein der Santa Monica State Beach ist für einen Strand sehr eindrucksvoll, und bietet neben guten Restaurants sogar einen ganzen Vergnügungspark, und beherbergt außerdem noch den (vor allem bei Fitness-Fans) bekannten Original Muscle Beach, wo praktisch jeden Tag viele Leute zusammenkommen, um ihre Körper zu stählen.

Weitere beeindruckende Sehenswürdigkeiten in der Nähe sind unter anderem das Santa Monica Pier Aquarium, und die Geschäfte an der Third Street Promenade, die für Autos komplett gesperrt ist. Für zusätzliche Unterhaltungsangebote und auch Foodtrucks lohnt sich am ehesten ein Besuch bei den „First Fridays at Abbot Kinney Boulevard“. Wer allerdings gerne einfach nur das bunte Treiben von vielen Leuten beobachten will, der sollte am besten den Venice Beach Boardwalk aufsuchen – ein bekannter Ort, der zu den meistbesuchten Orten in ganz Südkalifornien gehört.

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In jedem Fall lassen sich auch an der Endstation der Route 66 jede Menge sehenswerter Orte besuchen, für die zahlreiche Menschen auf der Welt schon eine ganze Urlaubsreise auf sich nehmen würden. Bei so ziemlich keiner anderen Spritztour wird das beliebte Motto „Der Weg ist das Ziel“ so treffend verwendet, wie auf der Route 66 – der berühmtesten Roadtrip-Strecke überhaupt.

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