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Reiseziel Island: Wasserfälle, Gletscher und Gysire

by Urlauber
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island

Island eignet sich ideal für alle naturliebenden Menschen. Das Land hinterlässt bei Reisenden viele überwältigende Eindrücke, wenn es um die atemberaubende Landschaft geht. Island ist reich an Gletschern, Geysiren, Wasserfällen, Lavafeldern, Vulkanen und Kratern.

Nicht umsonst hat das Land den Beinamen „Insel aus Feuer und Eis“ erhalten. Island liegt im nördlichen Europa und ist mittlerweile ein Geheimreisetipp. Dabei bevorzugen viele Touristen Rundreisen durch das Land, wozu sie gerne Wohnmobil und Mietwagen nutzen.

So haben Reisende die Möglichkeit, alle Schönheiten Islands zu entdecken.

Thorsmörk-Berge
Thorsmörk-Berge

Die Hauptstadt Islands: Reykjavik

Wer in seinem Urlaub wenig Zeit mitbringt, kann sich auf Islands Hauptstadt Reykjavik konzentrieren. Dort und in der gesamten Region gibt es viele sehenswerte Orte. Es handelt sich um die weltweit nördlichste Hauptstadt.

Reykjavik
Reykjavik

Die Stadt selbst ist nicht sonderlich groß. Sie zählt nur circa 123.000 Einwohner. Etwa 30 Prozent wohnen im südwestlichen Teil des Landes. Einen ersten Eindruck der isländischen Hauptstadt erhalten Touristen vom Turm der Hallgrímskirkja aus.

islandkarte
Islandkarte – KLick auf das Bild vergrößert die Karte



Die Aussichtsplattform befindet sich in 74,5 Metern Höhe und bietet einen wunderbaren Blick auf die Stadt inklusive der Region. Obwohl Reykjavik eher klein ist, gibt es viele empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten.

Eine Auflistung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten:

  • Museum für das kulturelle Erbe Islands
  • Isländische Nationalgalerie
  • Vulkanhaus mit Informationen zu den feuerspuckenden Bergen
  • Das isländische Nationalmuseum
  • Der Warmwasserspeicher Perlan mit kleinem Museum und einem künstlichen Geysir
  • Das Reykjavik Maritime Museum

Welche Touristenmagneten sind noch in Reykjavik vorhanden?

Wer am Hafen flaniert, geht an der imposanten Harpa-Konzerthalle mit den auffällig farbigen Fenstern vorbei und wird zum alten Hafen geführt. Früher trafen sich die Fischer dort, um mit ihren Booten ins Meer hinauszufahren.

harpa-Konzerthalle-Reykjavik



Jetzt sind dort gehobene Fischrestaurants angesiedelt, aber auch kleine Boutiquen und Galerien. Wer mag, hat hier die Möglichkeit, Whale-Watching-Ausflüge zu buchen oder sich die Bucht Reykjaviks mit dem Boot anzuschauen.

Natürlich hält Reykjavik auch Shopping-Viertel bereit. So wie etwa die Fußgängerzone Laugavegur. Dort ist alles im Angebot, was das Touristenherz begehrt. Unzählige Souvenirs, Trolle und die weltbekannten Island-Pullover warten darauf, den Besitzer zu wechseln.

Ein Überblick zu Ausflügen in der Umgebung von Reykjavik:

  • Die Blaue Lagune
  • Der Golden Circle
  • Das Árbær-Freilichtmuseum

Details zu den Ausflugsorten

Reykjavik darf zu Fuß entdeckt werden, weil die Stadt relativ klein ist. Der Besuch der Umgebung lohnt sich ebenfalls, da viele Sehenswürdigkeiten in der Nähe liegen. Erreichbar sind sie beispielsweise mit dem Mietwagen.

Die Blaue Lagune

Vielen Menschen ist die Blaue Lagune bereits bekannt. Sie ist ein unglaublich großes Schwimmbad und wurde künstlich angelegt. Die Beheizung stellt das Kraftwerk in der Nähe sicher.

Blaue Lagune
Blaue Lagune



Das Wasser ist reich an Mineralien, welche die Haut pflegen sollen. In der Nähe der Blauen Lagune befindet sich der Flughafen Keflavik. Deshalb wird sie gerne von pendelnden Passagieren frequentiert. Hier herrscht permanent ein buntes Treiben.

Island ist unter anderem berühmt für heiße Quellen. Touristen, die sich in Reykjavik aufhalten, können das Schwimmbad Laugardalslaug aufsuchen, das nahe dem Fußballstadion gelegen ist.

Die Pools sind mit heißem Wasser gefüllt und bieten Gelegenheit zur Entspannung. Aktivere Besucher können das olympische Becken zum Schwimmen nutzen.

Der Golden Circle

Der Golden Circle ist eine Tour, die jedem Besucher Islands zu empfehlen ist. Die erste Station führt zu den Geysiren Strokkur und Geysir. Strokkur ist ein aktiver Geysir, der alle paar Minuten heißes Wasser etwa 60 Meter nach oben schießt.

Geysir-Strokkur
Geysir-Strokkur


Geysir ist der Namenspatron für alle anderen Geysire. Er ist jedoch seit geraumer Zeit nicht mehr aktiv.

Weiter geht es anschließend zum Gulfoss-Wasserfall. Mit einer Höhe von 32 Metern wirkt er sehr beeindruckend. Den Abschluss der Tour bildet der Besuch im Thingvellir-Nationalpark. Dort befindet sich der fischreiche Thingvallavatn.

Gulfoss-Wasserfall
Gulfoss-Wasserfall

Das Árbær-Freilichtmuseum

Das Árbær-Freilichtmuseum ist im Norden Reykjaviks angesiedelt und lässt einen Blick auf die Vergangenheit zu. Touristen können sich dort circa 30 ehrwürdige Gebäude des ganzen Landes anschauen.

Nachgestellt ist hier das alte Leben der Isländer. So sind spannende Einblicke in längst vergangene Zeiten möglich. Eine Dampflok ist ebenfalls Teil des Freilichtmuseums. Sie ist eine von den zwei einzigen, dampfbetriebenen Lokomotiven, die überhaupt in Island fuhren.

Geschichtliches zu Island

Die Geschichte des Landes reicht lange Zeit zurück. Sie begann mit Siedlern und wurde durch Fremdherrschaft bestimmt. Die raue Natur prägte Island ebenfalls. Im Vordergrund stehen verschiedene Zeitperioden, nämlich:

  • Das 9. bis 13. Jahrhundert
  • Das 20. bis 21. Jahrhundert

Das 9. bis 13. Jahrhundert

Um das Jahr 870 herum kam der norwegische Stammesanführer Ingólfur Arnason nach Island. Zuvor wurde er seines Landes verwiesen. Mit seinen Stammesmitgliedern erreichte er den südwestlichen Teil des Landes.

Er wurde auf den Dampf der Thermalquellen aufmerksam, weshalb er seine Siedlung Reykjavik nannte. Übersetzt bedeutet es etwa „Rauchbucht“. Es gab einige irische Mönche auf der Insel. Die Siedler vertrieben sie. Dieser Zeitraum der Besiedlung durch die Norweger ist heute als Landnahme bekannt.

Skogafoss
Wasserfall Skogafoss



980 war die Bevölkerungsanzahl stark angestiegen. Daher riefen die Stammesanführer das Parlament Althing ins Leben. So entstand der erste Freistaat Islands. Althing ist also das älteste Parlament weltweit.

Zu sehen ist dieser geschichtsträchtige Ort heute im Nationalpark Thingvellir.

Thingvellir
Thingvellir


Im 11. Jahrhundert brach das Zeitalter der Saga an. Zu diesem Zeitpunkt wurde Grönland von Erik den Roten kolonialisiert. Parallel dazu wurde Amerika entdeckt. Das Christentum löste den heidnischen Glauben ab.

1262 fiel Island der norwegischen Hoheit zu, nachdem sich die feindlichen Clans lange Zeit bekämpft hatten. Mit diesem Schritt stand der Freistaat vor dem Aus.

Godafoss
Godafoss

Das 20. bis 21. Jahrhundert

1904 erhielt Island seinen eigenen Regierungssitz, der sich in der Hauptstadt Reykjavik befand. Vierzehn Jahre später schloss Island mit Dänemark einen Unionsvertrag. Er war das offizielle Dokument für die Unabhängigkeit Islands.

Lediglich außenpolitische Belange bestimmten die Dänen noch. Die Republik Island wurde 1944 in Thingvellir bekannt gegeben. Der erste Landespräsident war Sveinn Björnsson. 1946 wurde Island als UN-Mitglied anerkannt.

Eine der Haupteinnahmequellen von Island ist Fischfang. Deshalb weitete das Land ab 1952 bis 1975 die Grenzen für die Fischerei aus. Das mündete in die Cod Wars mit Großbritannien, was so viel wie Kabeljaukriege bedeutet. Island musste noch zehn Jahre warten, bis diese Grenzen von offizieller Seite akzeptiert wurden.

Heute leben etwa 30 Prozent der Isländer in Reykjavik und der Umgebung. Im Jahr 2008 musste Island aufgrund der Finanzkrise beinahe den Staatsbankrott erklären. Notstandsgesetze konnten helfen und eingreifen. Seit dieser Zeit entwickelte sich Island immer mehr zu einem beliebten Reiseziel und hat die Krise überwunden.

Vulkanstrand Reynisfjara, Island
Vulkanstrand Reynisfjara, Island

Was ist in Island zu vermeiden?

Vögel und andere wilde Tiere dürfen in Island während der Brutzeit nicht gestört werden. Deshalb ist das Filmen und Fotografieren der Nester gefährdeter Arten untersagt und wird bestraft.

Wer an Naturschauplätzen Blockaden und Absperrungen missachtet, macht sich in Island unbeliebt. Die ursprüngliche Natur des Landes soll unberührt bleiben. Besucher von Naturschauplätzen müssen diese Grenzen einhalten, um die Natur nicht zu zerstören. Sobald Absperrungen vorhanden sind, müssen diese respektiert werden. Gleichzeitig sollen Menschen so geschützt werden.

Wann lohnt es sich, nach Island zu reisen?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Das hängt von den Vorlieben der Reisenden ab. Möchten sie Wale sehen oder bevorzugen sie die kalte Jahreszeit? Insgesamt ist aber klar, dass die beste Jahreszeit der Sommer ist. Speziell von Juni bis August lohnt es sich, das Land zu besuchen.

Während dieser Zeit herrschen die höchsten Temperaturen des Landes vor. An den längsten Tagen scheint die Sonne bis zu sechs Stunden. Hinzu kommt, dass es im Sommer in Island weniger regnet.

vulkanausbruch-island



Das bedeutet aber auch, dass die Sommerzeit gleichzeitig Hochsaison für Touristen ist. Es halten sich also wesentlich mehr Personen im Land auf. Darüber hinaus werden für diese Periode die Preise erhöht.

Wer das Land lieber in Ruhe bereisen möchte, sollte die Monate Mai und September vorziehen. Auch zu dieser Zeit ist es noch angenehm warm. Vor Mai lohnt sich eine Anreise weniger, denn durch die Schneeschmelze, sind zahlreiche Straßen gesperrt.

Doch die Wintermonate sind wiederum für einen Besuch Islands bestens geeignet und laden zum Wandern durch die schneebedeckte Landschaft ein.

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