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Côte d’Azur – Urlaub an der Mittelmeerküste

by Urlauber
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Côte d’Azur

Wunderschöne Küsten und Steilhänge, feine Sandstrände, die provenzialische Küche, romantische Dörfer, das Massiv des Maures und die Seealpen: Die Côte d’Azur zählt zu den schönsten Urlaubszielen in Frankreich. Übersetzt heißt Côte d’Azur „Azurblaue Küste“. Die Region wird oft auch Französische Rivera bezeichnet, weil sie ein besonders Flair versprüht und den Urlaub zu einem besonderen Erlebnis macht. Die wunderschöne Ferienregion wird ihrem Namen mehr als gerecht und bietet neben Erholung am Strand auch viele schöne Sehenswürdigkeiten und kulturelle Highlights.

Die Ferienregion am Mittelmeer ist als Urlaubsziel im Sommer besonders beliebt, was vielleicht auch am mediterranen Klima liegt. An 300 Tagen im Jahr scheint die Sonne, im Winter herrschen angenehme 20 Grad Celsius und im Sommer weht immer ein angenehmes Lüftchen, trotz hoher Temperaturen. Zu der Region zählen rund 46 eigenständige Gemeinden. Nizza, Cannes, Toulon und Antibes zählen zu den größten Orten an der französischen Mittelmeerküste. Ebenfalls gehört das Fürstentum Monaco zum Tourismusgebiet. Zur Region zählen rund 120 Kilometer breite Küstenstreifen, teils mit pudrig weißem Sandstrand und azurblauem Wasser.

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Die Geschichte der Ferienregion


Die Côte d’Azur war nicht immer als Ferienregion touristisch erschlossen. Erst seit den 1970er Jahren ist die Region international für ihren Tourismus bekannt. Menton, Nizza und Cannes sind heute weltbekannte Metropolen. Bis zum 18. Jahrhundert kannte die kleine Städtchen aber kaum jemand außerhalb von Frankreich. Im 18. Jahrhundert kamen Engländer mit Asthma und Tuberkulose an die Côte d’Azur, um sich im milden Klima zu erholen. Die Côte d’Azur wurde damals „die blaue Küste genannt“. Die ersten großen Hotels und Sanatorien entstanden in Hyéres, wo ein umtriebiger Bürgermeister erkannte, dass man mit dem Tourismus Geld verdienen kann. Allerdings lag Hyéres nicht am Meer. Cannes und Nizza konnten mit traumhafter Meerlage punkten. Der britische Lordkanzler Lord Brougham 1834 landete mit Colera in Cannes und blieb, bis er wieder genesen war. Die Region gefiel ihm so gut, dass er die Weiterreise absagte. Immer mehr Engländer folgten dem Beispiel und reisten in die französische Ferienregion.

Menton
Menton

Als die Eisenbahnstrecke zwischen England und Frankreich um 1850 ausgebaut wurde, begann der Tourismus zu boomen. Vor allem der milde Winter zog die Gäste nach Nizza und Cannes. Überall an den Küsten wurden feine Sandstrände aufgeschüttet. 1887 veröffentlichte Stephen Liégeard ein Buch über die Côte d’Azur und zog damit die Aristokratie aus dem gesamten Europa an. Im Winter und Sommer florierte der Tourismus, im Herbst standen die Hotels leer. In Cannes wollte dies der Stadtrat ändern. Um die Kultur zu beleben und auch das Niveau planten sie ein Filmfestival, das 1939 zum ersten Mal stattfinden sollte. Durch den Zweiten Weltkrieg wurde dies verhindert. 1946 fanden die ersten Filmfestspiele von Cannes statt, wofür man den Palais du Festival extra gebaut hatte.

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Das Festival machte die Stadt weltweit bekannt in den Folgejahren. Neben dem Festival sah man immer häufiger berühmte Schauspieler in der Mittelmeerstadt. Arabische Ölscheichs logierten neben Hollywood-Schauspielern und Modedesignern neben prominenten Sängern und Stars. Durch die zunehmende Globalisierung Ende der 1980er Jahre bekam Cannes viel Konkurrenz. Plötzlich war es für viele Menschen erschwinglich, mit Pauschalreisen in die Karibik zu fliegen. Die Region investierte in dieser Zeit viel in sanften und natürlichen Tourismus, entwickelte Naturerlebnisse und Nationalparks und schaffte es so, eine beliebte Urlaubsregion zu bleiben.

Cannes
Cannes

Das mediterrane Klima

Nur etwa 50 Tage im Jahr regnet es an der französischen Rivera. Die restlichen 300 Tage genießen Einheimische und Urlaubsgäste Sonne. Die Winter sind mild, die Sommer eher heiß und angenehm warm. Die meisten Regentage fallen auf den Herbst, wo es manchmal so sehr regnet, dass die Bäche und Flusstäler überlaufen und zum Teil heftige Überschwemmungen auftreten. Die an die Côte d’Azur angrenzenden Gebirge schützen die Region vor heftigen Stürmen, die vom Atlantik über die Region ziehen.

Durch diesen Schutz ist auch das angenehme Winterwetter erklärt, denn auch im Winter fallen die Thermometer selten unter 15 Grad. Durch das angenehme Klima wachsen viele Pflanzen, die eigentlich aus anderen Teilen der Erde kommen wie zum Beispiel griechische Weinstöcke oder wunderbare Olivenbäume. Die Region ist sehr farbenfroh, ganz besonders im Frühling, wenn alles zu blühen beginnt.

Èze
Èze

Die schönsten Strände an der Mittelmeerküste

Nizza ist berühmt für die wunderschöne Promenade de Anglais. Von hier hat man einen herrlichen Ausblick auf das azurblaue Meer. Die Promenade ist sieben Kilometer lang und endet mit einem Badestrand. Entlang der Promenade wechseln sich stilvolle Restaurants, hippe Cafés und Bars ab und sorgen für ein echtes Urlaubsfeeling. Bei Cassis liegt der Calanque d’En Vau in einer Mündung hinter den Klippen. Der feine weiße Sandstrand und das türkisfarbene Wasser erinnern an die Karibik und laden zum Entspannen, Schnorcheln und Baden ein. Sehr bekannt ist der Plage Salis in Antibes. Er ist ein großer Strand, den Touristen und Einheimische nutzen.

Nizza
Nizza

Der Strand ist professionell mit Liegestühlen und Schirmen zum Leihen ausgestattet sowie Duschen, Umkleidekabinen und Sanitäranlagen. In Menton befindet sich der Strand Sablette, der für sein italienisches Flair bekannt ist und sich von den anderen Stränden deutlich unterscheidet. Aber gerade deshalb ist er unbedingt ein Besuch im Urlaub wert. Herrlich entspannen lässt es sich auch am Plage Mala in Cap D’Ail. Er gilt als der schönste Strand, weil das Wasser hier besonders türkis schimmert, und der Strand eingebettet ist zwischen schönen Steilhängen. Empfohlen wird es früh dazu sein, da der öffentliche Strandteil sehr klein ist. Das restliche Strandgebiet gehört zwei hochpreisigen Luxushotels.

Bekannte Orte an der Côte d’Azur und ihre Sehenswürdigkeiten

In der gesamten Urlaubsregion finden sich für jeden Geschmack Erlebnisse und Unternehmungen. Die Stadt Nizza wird oft „La Bella“ genannt, die Schöne. Nizza ist Hauptstadt der französischen Riviera und liefert Zeugnis der Belle Époque und der Barockzeit. Die berühmte Promenade de Anglais, einst von den Engländern geschaffen, ist das Zentrum dieser Stadt. Sie lädt zum Bummeln ein, zum Café trinken und Shoppen. Im Hinterland von Nizza liegt Saint-Paul-de-Vence, ein mittelalterliches Dorf, in dem viele Galerien ihre Gemälde anbieten.

Saint-Paul-de-Vence
Saint-Paul-de-Vence

Das Dorf ist bei Künstlern und Kunstfans gleichermaßen beliebt. Neben den Galerien ist aber auch die „Chapelle de Penitentes“ ein lohnendes Ausflugsziel. Sie wurde von Folon gestaltet.
Cannes liegt am Fuße des Suquet Oppidums und bietet einen traumhaften Blick auf das Meer und die Lérins-Inseln. Rund um Cannes erstrecken sich entlang der Croisette zwei Kilometer feine Sandstrände, die für Badeurlauber und Wassersportler sehr reizvoll sind. In Nizza befindet sich das berühmte Musée Marc Chagall. Das Museum zeigt mehr als 250 Werke von Chagall. Das älteste farbenfrohe Werk stammt aus dem Jahr 1903.

Port Grimaud
Port Grimaud


Weltweit bekannt ist Port Grimaud, das den liebevollen Namen „Venedig der Provence“ hat. Und das kommt nicht von ungefähr: Port Grimaud liegt direkt am Meer, besteht aus kleinen romantischen Häuschen und vielen Booten und erinnert ein wenig an die italienische Stadt auf den Stelzen. Saint-Tropez ist durch Schauspieler und Künstler weltberühmt geworden, dazu zählen zum Beispiel Brigitte Bardot und Louis de Funès. Saint-Tropez hat im Gegensatz zu Nizza und Cannes seinen regionalen Charm behalten und ist umgeben von traumhaften Stränden, glasklarem Mittelmeer und idyllischen Küsten. Weltberühmt und einen Kurztrip wert ist auch Grasse. Grasse ist die Parfümhauptstadt Frankreichs. In der Luft riecht es nach Mimose, Organgenbäumen, Jasmin, Rosen und natürlich Lavendel.

Saint-Tropez
Saint-Tropez

Im Parfümmuseum ist die Geschichte des Parfümeriehandwerks nachgestellt von der Antike bis zur Gegenwart. Antibes ist bei vielen Malern ein sehr beliebter Ort in der Vergangenheit gewesen, insbesondere von Pablo Picasso. Sehenswert sind die historischen Stadtmauern, der alte Hafen und natürlich die großen Schiffe, die hier einlaufen. Zwischen Monaco und Nizza liegt der Sanctuaire de Notre-Dame de Laghet in der Kleinstadt La Trinité. Die Kirche wurde 1653 auf einem Felsvorsprung gebaut und Zeichen der Marienverehrung. Bis heute pilgern Tausende Menschen nach La Trinité, um die Madonna von Laghet anzubeten. Ein sehr schönes Ziel im Urlaub sind die Lérins-Inseln in der Nähe von Cannes.

Blick-von-Sainte-Marguerite
Blick von Sainte-Marguerite

Die Insel Sainte-Marguerite in der Bucht von Cannes thront im meerblauen Wasser. Auf ihr steht eine sehr prachtvolle Festung. Saint-Honorat ist eine kleine Insel, die aber ein Kloster und eine Abtei beherbergt. Beide Inseln sind autofrei und von Cannes mit dem Boot in nur 15 Minuten erreichbar. Saint de la Tradeliere und Saint Ferréol gehören ebenso zu der Inselgruppe. Sie sind beide unbewohnt und sehr klein und werden nicht angefahren. Wer einen Tag richtig schön entspannen möchte, sollte den Badeort Cagnes-sur-Mer besuchen.

Der kleine Ort ist bei Touristen sehr beliebt. Die Kiesstrände sind sehr gepflegt. Neben kleinen Cafés gibt es viele Souvenirgeschäfte aber auch die Möglichkeit, Wassersportarten auszuprobieren. Die Hafenstadt Marseille ist ein Mix aus Moderne und Vergangenheit. Von der schönen Kirche Notre-Dame-de-la Garde hat man den schönsten Blick auf das türkisblaue Meer und hat einen traumhaften Blick auf den Hafen und seine Luxusyachten. Die Kathedrale wird auch Pyjama bezeichnet, weil sie an den Seitenwänden streifen hat. Die Altstadt von Marseille ist ebenfalls sehr schön. Bei einem Streifzug lassen sich hier Bauwerke aus vielen Epochen entdecken, zum Beispiel das Spiegeldach am bekannten Fischmarkt. Wer Kunst und Kultur liebt, sollte einen Abstecher nach Aix-en-Provence machen. Auf den Straßen spielen, singen und tanzen viele Künstler. In den Gassen verstecken sich viele Ateliers, die nur allzu gern ihre Türen für Besucher öffnen.

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Notre-Dame-de-la-Garde Marseille

Fürstlicher Glanz in Monaco

Monaco ist ein eigener Fürstenstaat und zählt damit streng genommen nicht mehr zu Frankreich. Weltweit bekannt ist nicht nur das Casino Monte-Carlo, sondern auch die Formel-1-Rennstrecke, die Mitten durch die Stadt führt und natürlich die Grimaldis. Rund um das Casino finden sich am Place du Casino viele Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel der afrikanische Garten, das noble Hôtel de Paris und die Oper. Der Herkules-Hafen und der Fürstenpalas sollten bei einem Urlaub ebenfalls nicht im Programm fehlen.

monaco
Monaco

Lukullische Genüsse in Südfrankreich

Tapenade
Tapenade

Da die Côte d’Azur zur Provence gehört, verspricht die Region kulinarische Vielfalt und vor allem Qualität. Auf den Feldern wachsen hochwertige Kräuter und Lavendel, die typisch für die Vielfalt der provenzalischen Küche sind. Unbedingt probieren sollten Urlauber das Gericht provencial, ein Gulaschgericht mit frischen Kräutern. Ebenfalls typisch für die Region ist Tapenade, eine Paste aus Oliven. Sie wird auf dünnes Weißbrot gestrichen.

Die Fischsuppe Bouillabaisse gilt als Feinschmeckerspezialität der französischen Rivera. Früher wurde sie aus Fischresten hergestellt, heute nur aus bestem fangfrischen Fisch. Die Mittelmeerküche besteht aus viel frischem Fisch sowie Ei, Thunfisch und Oliven. Immer passend ist Ratatouille. Ebenso vielfältig wie die Côte d’Azur landschaftlich ist, so ist auch das Angebot an Restaurants und Cafés.

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