Camping auf Korsika: Fähren, Regionen, Kosten und Regeln
Campingbus an einer Bucht mit Sonnenschirmen am Mittelmeer
Camping Korsika Wohnmobil

Camping auf Korsika: Fähren, Regionen, Kosten und Regeln

Camping auf Korsika beginnt mit der Fähre: Ab Livorno bist du in 4 bis 5 Stunden in Bastia, ab Toulon oder Nizza fährst du 6 bis 12 Stunden. Auf der Insel gelten ein Feuerverbot vom 15. Juni bis 30. September und Grenzen für das Freistehen.

Kurz zusammengefasst

Korsika liegt laut der korsischen Tourismusagentur 170 km vor der französischen und 80 km vor der italienischen Küste. Fähren starten in Savona, Genua, Livorno, Nizza, Toulon und Marseille. Die Ostküste bietet lange Sandstrände und gerade Straßen, die Westküste Buchten und kurvige Strecken. Die Kurtaxe auf Campingplätzen beträgt in Frankreich je nach Sternen 0,20 bis 0,60 Euro pro Person und Nacht. Wildes Zelten am Meeresufer ist landesweit verboten, Feuer und Rauchen in Wald und Macchia sind im Sommer untersagt.

Welche Fähren fahren nach Korsika und wie lange dauern sie?

Fähren nach Korsika starten ab Italien in Savona, Genua und Livorno, ab Frankreich in Nizza, Toulon und Marseille. Die kürzeste Überfahrt vom Festland führt von Livorno nach Bastia und dauert 4 bis 5 Stunden. Nach Porto-Vecchio und Propriano fährst du bis zu 12 Stunden.

Die Agence du Tourisme de la Corse nennt 7 Handelshäfen auf der Insel. Für Camper zählen 5 davon: Bastia im Nordosten, L’Île-Rousse im Nordwesten, Ajaccio und Propriano im Westen und Porto-Vecchio im Südosten. Corsica Ferries fährt nach eigenen Angaben (Stand Oktober 2026) von Savona, Livorno, Nizza und Toulon. Corsica Linea verbindet Marseille mit Bastia, Ajaccio, L’Île-Rousse und Propriano. Moby bedient Bastia ab Genua und Livorno.

Für die Anreise aus Deutschland, Österreich und der Schweiz liegen die italienischen Häfen am nächsten. Der Fährhafen von Savona liegt in Vado Ligure, laut Corsica Ferries etwa 6 km von der Stadt und rund 40 km von Genua entfernt. Toulon liegt nach Angaben der Reederei rund 65 km von Marseille entfernt an der Autobahn A50.

StreckeReedereiDauer laut Reederei
Livorno nach BastiaCorsica Ferries4 bis 5 Stunden
Livorno nach BastiaMoby4 Stunden 30 Minuten, Tagfahrt
Genua nach BastiaMoby5 bis 5,5 Stunden, Tagfahrt
Savona nach BastiaCorsica Ferries6 bis 7 Stunden am Tag, dazu Nachtfahrten
Nizza nach L’Île-RousseCorsica Ferriesetwa 6 Stunden am Tag
Nizza nach BastiaCorsica Ferries6 bis 8 Stunden am Tag
Toulon nach L’Île-RousseCorsica Ferries7 bis 8 Stunden
Toulon nach AjaccioCorsica Ferries7 bis 10 Stunden am Tag
Nizza nach Porto-VecchioCorsica Ferries10 bis 12 Stunden
Toulon nach ProprianoCorsica Ferries12 Stunden
Santa Teresa Gallura (Sardinien) nach BonifacioMoby50 Minuten

Die Moby-Strecken ab Genua und Livorno sind Saisonlinien. Im Fahrplan für 2027 stehen sie von Mitte Mai bis Ende September (Stand Oktober 2026). Toulon nach Bastia und Toulon nach Porto-Vecchio fährt Corsica Ferries als Nachtüberfahrt. Die Fahrpläne wechseln jedes Jahr, deshalb gilt die Tabelle als Orientierung und nicht als Fahrplan.

Für Wohnmobile wirbt Corsica Ferries mit Preisen ab 96 Euro für die einfache Fahrt mit 1 Person und 1 Camper. Das Angebot gilt bis 7 m Länge, 2,40 m Höhe und 2 m Breite und ist kontingentiert. Die Reederei ändert ihre Preise nach eigener Aussage täglich. Für Juli und August zahlst du in der Regel deutlich mehr als den Einstiegspreis.

Campingplatzes an der korsischen Küste in der Nähe von Bastia Etang de Biguglia Camping San Daminao Beachside Corse
Campingplatzes an der korsischen Küste in der Nähe von Bastia Etang de Biguglia Camping San Daminao Beachside Corse

Was gilt auf der Fähre für Wohnmobil, Gasflaschen und Hund?

Auf der Fähre nach Korsika ist das Fahrzeugdeck während der Überfahrt gesperrt. Corsica Ferries erlaubt kein Camping an Bord und stellt keinen Strom für Wohnmobile bereit. Gasflaschen fahren verschlossen mit. Hunde bleiben nicht im Fahrzeug und brauchen ein eigenes Ticket.

Corsica Ferries verlangt bei der Buchung Länge, Höhe und Breite des Fahrzeugs. Miss das Fahrzeug deshalb mit Fahrradträger, Dachaufbauten und Deichsel und trage die echten Werte ein. Falsche Maße führen am Hafen zu Nachzahlungen oder Problemen bei der Verladung. Fahrzeuge mit Flüssiggasantrieb musst du laut den Beförderungsbedingungen schon bei der Buchung angeben.

Gasflaschen für Kocher und Kühlschrank sind laut Corsica Ferries erlaubt, wenn sie während der Überfahrt verschlossen sind. Die Reederei begrenzt die Menge auf höchstens 3 Flaschen mit zusammen 47 kg (Stand Oktober 2026). Der Kühlschrank läuft auf der Fähre nicht über Gas und nicht über Landstrom. Bei einer Nachtüberfahrt hilft vorgekühlte Ware und ein voller Gefrierakku.

Passagiere mit Fahrzeug müssen bei Corsica Ferries spätestens 1 Stunde vor Abfahrt am Hafen sein, in der Hochsaison empfiehlt die Reederei 1,5 Stunden. Moby nennt für Bastia 2 Stunden. Die Abfahrt kann laut Corsica Ferries bis zu 30 Minuten vor der angegebenen Zeit erfolgen. Packe eine Tasche mit Papieren, Medikamenten, Jacke und Proviant, bevor du das Fahrzeug verlässt.

Für Hunde nennt Corsica Ferries Tickets ab 17 Euro pro Überfahrt, die Hilfeseite der Reederei spricht von ab 19 Euro (Stand Oktober 2026). In den Gemeinschaftsräumen gelten Leine und Maulkorb. Einen Überblick über die Insel als Reiseziel gibt dir der Beitrag Korsika, ein besonderer Urlaub.

Welche Region auf Korsika passt zu welchem Campingurlaub?

Die Ostküste Korsikas passt zu Familien, großen Wohnmobilen und FKK-Urlaubern, weil sie flach und sandig ist. Die Westküste um Calvi und Porto bietet Buchten und Felsen. Der Süden um Bonifacio und Porto-Vecchio ist im Sommer am stärksten gefragt, das Inland am ruhigsten.

Ostküste: Sandstrände und gerade Straßen

mit-camper-auf-korsika

Zwischen Bastia und Solenzara verläuft die Küste flach. Die Plätze liegen häufig direkt hinter dem Strand unter Pinien oder Eukalyptus. Die Hauptstraße an der Ostküste ist die am einfachsten zu fahrende Verbindung der Insel. Für Gespanne und Wohnmobile über 7 m ist diese Seite der bequemste Einstieg, zumal Bastia der Hafen mit den kürzesten Überfahrten ist.

An der Ostküste liegen auch die bekannten Naturistenanlagen. Die Domaine de Bagheera zwischen Bastia und Porto-Vecchio beschreibt sich selbst als FKK-Campingplatz mit 4 Sternen auf 100 Hektar an einem 5 km langen Naturistenstrand und nennt für 2026 eine Öffnung vom 1. Februar bis 30. November. Unser Verzeichnis führt für Korsika 6 Plätze mit dem Merkmal FKK (Stand Oktober 2026). Alle Naturistenplätze findest du über das Merkmal FKK-Campingplätze.

Westküste: Buchten, Calvi und der Golf von Porto

Die Westküste ist felsig und stark gegliedert. In der Balagne um Calvi und L’Île-Rousse liegen Sandbuchten und Campingplätze nah beieinander, beide Orte haben einen Fährhafen. Weiter südlich folgen der Golf von Porto mit den Calanche de Piana und der Golf von Ajaccio. Die Straßen dazwischen sind schmal und kurvig, die Etappen dauern länger als die Kilometerzahl vermuten lässt. Mehr zur Inselhauptstadt steht im Beitrag Ajaccio, die Hauptstadt von Korsika.

Süden: Bonifacio und Porto-Vecchio

Der Süden verbindet helle Sandbuchten bei Porto-Vecchio mit den Kalkklippen von Bonifacio. Die Region ist im Juli und August die am stärksten gebuchte der Insel. Von Bonifacio setzt Moby in 50 Minuten nach Santa Teresa Gallura auf Sardinien über. Damit lässt sich eine Rundreise über beide Inseln planen.

Siehe auch  Camping Kosten in Europa 2026: Preise pro Nacht im Ländervergleich

Norden und Inland: Cap Corse und Corte

Das Cap Corse nördlich von Bastia hat kleine Plätze und eine Küstenstraße, die an der Westseite sehr eng wird. Im Inland um Corte, im Restonica-Tal und am Col de Bavella liegen einfache Plätze an Flüssen und im Kiefernwald. Sie richten sich an Wanderer und Zeltcamper. Die Zufahrten sind häufig für lange Fahrzeuge ungeeignet oder gesperrt, die Platzbetreiber geben dazu Auskunft.

Zelt unter Pinien an einem Sandstrand
Stellplätze unter Pinien direkt hinter dem Strand sind typisch für Campingplätze am Mittelmeer.

Wann ist die beste Reisezeit und wann musst du reservieren?

Die beste Reisezeit für Camping auf Korsika sind Mai, Juni und September, weil Plätze und Fähren dann freie Kapazitäten haben. Für Juli und August reservierst du Fähre und Stellplatz mehrere Monate vorher. Im Winter sind die meisten Campingplätze der Insel geschlossen.

Die Saison der Campingplätze reicht je nach Betrieb vom Frühjahr bis in den Herbst. Unser Verzeichnis führt für Korsika 218 Campingplätze, nur 1 davon ist als ganzjährig geöffnet gekennzeichnet (Stand Oktober 2026). Die Angabe hängt von den Einträgen der Betreiber ab und ist kein amtlicher Wert. Prüfe das Öffnungsdatum deshalb immer beim Platz selbst, vor allem im April und Oktober.

Die korsische Tourismusagentur wirbt für den Herbst mit günstigeren Preisen und leeren Stränden. Für Camper hat der September einen zweiten Vorteil: Das Meer ist noch warm, und die Fähren ab Italien fahren noch im Sommerfahrplan. Die Moby-Linien ab Genua und Livorno enden laut Fahrplan Ende September. Danach fahren die übrigen Linien nach dem Winterfahrplan der jeweiligen Reederei.

Die Platztypen unterscheiden sich stark. An der Ostküste und bei Porto-Vecchio dominieren große Anlagen mit Pool, Animation und Mobilheimen. An der Westküste und im Inland überwiegen kleine, naturbelassene Plätze mit Terrassen, Schatten und einfacher Sanitärausstattung. Französische Campingplätze tragen 1 bis 5 Sterne. Das Verfahren für diese Klassifizierung führt die staatliche Tourismusagentur Atout France.

Für die Hochsaison gilt eine klare Reihenfolge: zuerst die Fähre, dann der erste und der letzte Platz der Reise, danach die Plätze dazwischen. Corsica Ferries rät, so früh wie möglich zu buchen, weil Kabinen und Fahrzeugplätze begrenzt sind. Kleine Plätze ohne Reservierungssystem vergeben ihre Stellplätze am Vormittag. Wer nach 16 Uhr ankommt, findet im August an der Küste häufig keinen freien Platz mehr. Diese Uhrzeit ist ein Richtwert aus der üblichen Abreisezeit und keine feste Regel.

Was kostet Camping auf Korsika mit Kurtaxe?

Camping in Frankreich kostet laut PiNCAMP Preisanalyse 2026 in der Hochsaison im Schnitt 46 Euro pro Nacht für eine Familie. Küstenplätze sind in Frankreich 49 Prozent teurer als Plätze im Inland. Dazu kommt die Kurtaxe von 0,20 bis 0,60 Euro pro Person und Nacht.

Die PiNCAMP Preisanalyse des ADAC-Campingportals vom 12. März 2026 rechnet mit einer Familie aus 2 Erwachsenen und 1 Kind in der Sommer-Hochsaison. Frankreich liegt mit 46 Euro unter dem europäischen Durchschnitt von 49 Euro. Günstiger sind Norwegen (38 Euro), Schweden (40 Euro), Deutschland (41 Euro) und die Niederlande (43 Euro). Teurer sind Österreich (56 Euro), Spanien (58 Euro), Italien (63 Euro) und Kroatien (73 Euro).

Einen eigenen Wert für Korsika weist die Analyse nicht aus. Die meisten korsischen Plätze liegen aber am Meer, und genau dort misst PiNCAMP in Frankreich den höchsten Küstenaufschlag Europas. Rechne für Strandplätze im Juli und August deshalb mit Preisen über dem Landesschnitt. In der Nebensaison liegen die Campingpreise laut PiNCAMP europaweit im Schnitt 29 Prozent unter dem Hochsaisonniveau.

Die Kurtaxe heißt in Frankreich Taxe de séjour. Die Gemeinde legt sie innerhalb eines staatlichen Rahmens fest. Laut dem amtlichen Portal Service Public (geprüft am 1. Januar 2026) gilt für Campingplätze mit 3, 4 oder 5 Sternen ein Rahmen von 0,20 bis 0,60 Euro pro Person und Nacht. Für Plätze mit 1 oder 2 Sternen sind es 0,20 Euro. Der Platz weist die Taxe getrennt auf der Rechnung aus.

Der größte Posten ist die Fähre. Mit Wohnmobil, 2 Erwachsenen, Kabine und Hund kostet die Hin- und Rückfahrt in der Hochsaison ein Mehrfaches des beworbenen Einstiegspreises. Vergleiche deshalb mehrere Häfen: Die kurze Strecke ab Livorno spart Fährkosten und kostet dafür mehr Kilometer, Maut und Kraftstoff auf dem Festland.

Balkendiagramm der durchschnittlichen Campingpreise pro Nacht in der Hochsaison 2026 in 9 Ländern und im europäischen Schnitt
Frankreich liegt mit 46 Euro pro Nacht unter dem europäischen Schnitt. Küstenplätze kosten dort 49 Prozent mehr als Plätze im Inland.

Wie kommst du mit Wohnmobil oder Gespann über Korsikas Straßen?

Korsikas Straßen sind für Wohnmobile und Gespanne an der Ostküste problemlos und an der Westküste, am Cap Corse und im Gebirge anspruchsvoll. Schmale Fahrbahnen, Felsüberhänge und Reisebusse im Gegenverkehr bestimmen dort das Tempo. Plane für Bergstrecken die doppelte Fahrzeit.

Korsika hat keine Autobahn. Die Hauptachsen verbinden Bastia mit Ajaccio über Corte und Bastia mit Bonifacio entlang der Ostküste. Abseits davon folgen die Straßen dem Gelände. Für Gespanne heißt das: Ein fester Standplatz an der Küste und Tagesausflüge mit dem Zugfahrzeug sind entspannter als tägliche Platzwechsel.

Das bekannteste Nadelöhr ist die Küstenstraße D81 durch die Calanche de Piana zwischen Porto und Piana. Die Gendarmerie de Corse meldete im Mai 2018, dass die Collectivité de Corse dort täglich zwischen 10 und 17 Uhr einen Wechselverkehr für Busse, Lkw, lange Fahrzeuge und Wohnmobile einrichtet. Ob und in welcher Form diese Regelung in der kommenden Saison gilt, erfährst du bei der Collectivité de Corse oder im Tourismusbüro vor Ort.

Für große Fahrzeuge bewähren sich 4 Regeln:

  • Fahre früh: Vor 9 Uhr sind Passstraßen und Küstenabschnitte deutlich leerer.
  • Halte an Ausweichstellen: Lass schnellere Fahrzeuge vorbei, das nimmt Druck aus der Fahrt.
  • Rechne mit Tieren: Kühe, Schweine und Ziegen stehen im Inland häufig auf der Fahrbahn.
  • Prüfe die Zufahrt: Frage den Campingplatz vor der Anreise nach Länge, Breite und Steigung der letzten Kilometer.
Gut zu wissen

Die Wahl des Ankunftshafens entscheidet über die erste Etappe. Wer mit einem langen Gespann an die Ostküste will, bucht Bastia oder Porto-Vecchio und bleibt auf der geraden Küstenstraße. Wer in die Balagne will, bucht direkt L’Île-Rousse und spart sich die Fahrt über das Gebirge. Corsica Ferries lässt nach eigenen Angaben die freie Kombination der Häfen zu. Eine Ankunft in Bastia und eine Abfahrt in Ajaccio oder Porto-Vecchio ergibt eine Rundreise ohne doppelte Strecken.

Ist Freistehen auf Korsika erlaubt und welche Feuerregeln gelten?

Freistehen und wildes Zelten sind auf Korsika an der Küste verboten und im übrigen Gebiet stark eingeschränkt. Das französische Baurecht untersagt Camping außerhalb von Plätzen am Meeresufer und in geschützten Landschaften. Vom 15. Juni bis 30. September gilt in Wald und Macchia ein Feuerverbot.

Die Rechtslage erklärt die Banque des Territoires, die Beratungsstelle der staatlichen Caisse des Dépôts für Gemeinden. Grundsätzlich ist Camping in Frankreich mit Zustimmung des Grundstücksnutzers frei. Der Code de l’urbanisme verbietet einzeln ausgeübtes Camping aber landesweit an den Meeresufern, in eingetragenen und klassifizierten Landschaftsschutzgebieten und im Umkreis von 200 Metern um Trinkwasserfassungen.

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Dazu kommen örtliche Verbote. Der Bürgermeister untersagt Camping per Verordnung, wenn Sicherheit, Hygiene, Landschaft oder Naturschutz betroffen sind. Diese Verbote gelten laut Banque des Territoires nur, wenn sie im Rathaus aushängen und Schilder an den üblichen Zufahrten stehen. Auf Korsika stehen solche Schilder an sehr vielen Strandparkplätzen. Die Details zur Rechtslage auf dem Festland findest du im Beitrag Wildcampen und frei Stehen in Frankreich.

Siehe auch  Mit dem Wohnmobil durch Kanada – Ein Abenteuer!

Das Feuerverbot veröffentlichen die staatlichen Behörden auf Korsika zusammen mit der täglichen Waldbrandkarte: Vom 15. Juni bis 30. September ist es verboten, in Wäldern, Heiden, Garrigue und Bergmassiven Feuer zu machen und zu rauchen. Das schließt Lagerfeuer, Grill und Gaskocher im Gelände ein. Auf dem Campingplatz gilt die Platzordnung, die im Sommer offenes Feuer und Holzkohle in der Regel ausschließt.

Von Mitte Juni bis Mitte September sperren die Behörden bei hohem Risiko ganze Massive für Besucher. Die Waldbrandkarte der staatlichen Behörden für Korsika wird um 18 Uhr für den Folgetag aktualisiert. Sie führt 29 Massive, darunter Bavella, Piana, Bonifato und die Agriates, die bei schwerem Risiko jederzeit schließen. Was bei einem Brand in der Nähe zu tun ist, beschreibt der Beitrag Waldbrand in der Urlaubsregion.

Wichtiger Hinweis

Dieser Abschnitt gibt die allgemeine Rechtslage wieder und ersetzt keine Auskunft im Einzelfall. Örtliche Verbote, Bußgelder und Sperrungen legen die Gemeinde und die Präfekturen von Haute-Corse und Corse-du-Sud fest. Verbindlich sind die Schilder vor Ort, die Verordnungen im Rathaus und die Tageskarte zum Waldbrandrisiko. Frage im Zweifel bei der Mairie oder im Tourismusbüro nach, bevor du über Nacht stehen bleibst.

Schmale Bergstraße an einer Felsküste über dem Meer
Schmale Küsten- und Bergstraßen verlangen mit großen Fahrzeugen Zeit und Geduld.

Wie verbindest du Camping mit dem GR 20 und Badetagen?

Camping und Wandern auf Korsika lassen sich über Tagesetappen des GR 20 und Standplätze an der Küste verbinden. Der Fernwanderweg führt in 16 Etappen von Calenzana nach Conca. Wildes Biwakieren ist am GR 20 verboten, Übernachtungen an den Hütten musst du vorab reservieren.

Der Parc naturel régional de Corse betreut den Weg und nennt ihn einen der schwierigsten Fernwanderwege Europas. Die Hütten sind in der Saison 2026 vom 16. Mai bis 4. Oktober bewirtschaftet. Reservierungen sind Pflicht, auch für den Biwakplatz. Ein Biwakplatz kostet 12 Euro pro Person, ein Schlafplatz in der Hütte 20 Euro, ein Leihzelt für 1 Person samt Biwakplatz 27 Euro (Stand Saison 2026).

Die Regeln stehen auf der Seite des Parks zum GR 20 beim Parc naturel régional de Corse: Biwak nur an den Hütten oder auf ausgewiesenen Flächen, Hunde an der Leine, kein Baden in den Bergseen. Hunde dürfen nicht in die Hütten und nicht in die Leihzelte. Wegen der Waldbrandgefahr ist in Calenzana kein Start auf den GR 20 nach 11 Uhr erlaubt.

Für Camper ohne Trekkingausrüstung eignen sich einzelne Etappen als Tagestour. Calenzana liegt in der Balagne nahe Calvi, Conca nahe Porto-Vecchio, Vizzavona an der Hauptstraße zwischen Ajaccio und Corte. An allen 3 Punkten erreichst du den Weg von einem Campingplatz aus. Der Park rät davon ab, Etappen zu verdoppeln.

Eine bewährte Aufteilung für 2 Wochen: die erste Woche in der Balagne oder im Inland mit Wandertagen am Vormittag, die zweite Woche an der Ostküste oder im Süden am Strand. So fallen die kurvigen Etappen in die erste Hälfte, und die Rückfahrt zum Hafen Bastia oder Porto-Vecchio bleibt kurz. Passende Plätze für beide Hälften findest du im Verzeichnis der Campingplätze auf Korsika. Begriffe wie Stellplatz, Parzelle oder Entsorgungsstation erklärt das Camping-Glossar.

Meine Einschätzung

Korsika lohnt sich für Camper, die mindestens 10 Tage Zeit haben und nicht jeden zweiten Tag umziehen wollen. Überschätzt wird die Rundreise mit großem Fahrzeug: Auf der Karte wirkt die Insel klein, auf der Westküstenstraße wird jede Etappe zum Halbtagesprogramm. Unterschätzt wird die Fähre als Kostenblock und als Engpass, denn im August entscheidet der Fährtermin über die ganze Reise. Die gängige Annahme lautet, dass Korsika ein Ziel für Freisteher ist. Die Rechtslage und das Waldbrandrisiko sprechen dagegen. Wer das akzeptiert, 2 oder 3 feste Plätze bucht und den Juni oder September wählt, bekommt Strand und Gebirge in einer Reise.

Das Wichtigste in Kürze
  • Buche zuerst die Fähre: Livorno nach Bastia dauert 4 bis 5 Stunden, Toulon nach Propriano 12 Stunden.
  • Gib die echten Fahrzeugmaße an und nimm höchstens 3 Gasflaschen mit zusammen 47 kg mit.
  • Wähle die Ostküste für lange Fahrzeuge und Sandstrand, die Westküste für Buchten und kurze Fahrzeuge.
  • Beachte das Feuer- und Rauchverbot vom 15. Juni bis 30. September und die Tageskarte ab 18 Uhr.
  • Übernachte auf Plätzen: Camping am Meeresufer ist außerhalb von Campingplätzen verboten.
  • Reserviere Hütte oder Biwakplatz am GR 20 vorab, bewirtschaftet 2026 vom 16. Mai bis 4. Oktober.

Häufige Fragen

Welche Fähre nach Korsika ist die kürzeste?

Die kürzeste Überfahrt vom Festland führt von Livorno nach Bastia. Corsica Ferries nennt dafür 4 bis 5 Stunden, Moby 4 Stunden 30 Minuten. Ab Genua fährt Moby in 5 bis 5,5 Stunden nach Bastia. Die Moby-Linien sind Saisonlinien. Ab Savona dauert die Tagesüberfahrt mit Corsica Ferries 6 bis 7 Stunden, ab Toulon nach Propriano 12 Stunden.

Darf ich auf der Fähre im Wohnmobil schlafen?

Nein. Corsica Ferries erlaubt kein Camping an Bord, und das Fahrzeugdeck ist während der Überfahrt nicht zugänglich. Strom für Wohnmobile und Wohnwagen stellt die Reederei nicht bereit. Für Nachtfahrten buchst du eine Kabine oder einen Sessel. Nimm vor dem Verlassen des Fahrzeugs alles mit, was du während der Überfahrt brauchst.

Ist Wildcampen auf Korsika erlaubt?

An der Küste nicht. Der französische Code de l’urbanisme verbietet einzeln ausgeübtes Camping an den Meeresufern, in geschützten Landschaften und im Umkreis von 200 Metern um Trinkwasserfassungen. Dazu kommen örtliche Verbote der Bürgermeister, die per Schild an den Zufahrten bekannt gemacht werden. Am Fernwanderweg GR 20 ist Biwak nur an den Hütten und auf ausgewiesenen Flächen erlaubt.

Wann gilt auf Korsika das Feuerverbot?

Vom 15. Juni bis 30. September ist es laut den staatlichen Behörden auf Korsika verboten, in Wäldern, Heiden, Garrigue und Bergmassiven Feuer zu machen und zu rauchen. Von Mitte Juni bis Mitte September werden bei hohem Waldbrandrisiko einzelne Massive für Besucher gesperrt. Die amtliche Karte wird täglich um 18 Uhr für den Folgetag aktualisiert.

Wie hoch ist die Kurtaxe auf Campingplätzen auf Korsika?

Die Kurtaxe legt jede Gemeinde innerhalb des französischen Rahmens fest. Laut dem amtlichen Portal Service Public liegt er für Campingplätze mit 3, 4 oder 5 Sternen bei 0,20 bis 0,60 Euro pro Person und Nacht. Für Plätze mit 1 oder 2 Sternen beträgt er 0,20 Euro. Der Campingplatz weist die Taxe getrennt auf der Rechnung aus.

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