Ein überladenes Wohnmobil bis 7,5 Tonnen kostet in Deutschland zwischen 10 und 235 Euro. Das Bußgeld beginnt bei mehr als 5 Prozent Überladung, ab mehr als 20 Prozent kommt 1 Punkt in Flensburg dazu. Im Ausland gilt meist keine Toleranz (Stand Oktober 2026).
Der deutsche Bußgeldkatalog staffelt Überladung nach Prozent des zulässigen Gesamtgewichts. Für Wohnmobile bis 7,5 Tonnen gibt es sechs Stufen von 10 bis 235 Euro, Punkte gibt es ab mehr als 20 Prozent. Für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen beginnt die Ahndung schon bei 2 Prozent. Bei groben Überschreitungen untersagt die Polizei die Weiterfahrt, bis du umgeladen hast. Österreich, die Schweiz und Frankreich kennen laut ADAC keine Toleranz. Tempo, Alkohol, Handy, Gurt und Ladungssicherung haben eigene Sätze, für Wohnmobile über 3,5 Tonnen sind die Tempo-Bußgelder höher.
Welche Strafen drohen in Deutschland bei einem überladenen Wohnmobil?
Für Wohnmobile bis 7,5 Tonnen sieht der Bußgeldkatalog sechs Stufen vor: 10, 30, 35, 95, 140 und 235 Euro. Die ersten drei Stufen bleiben ohne Punkt. Ab mehr als 20 Prozent Überladung kommt 1 Punkt in Flensburg dazu. Ein Fahrverbot gibt es nicht.
Die folgenden Sätze nennt bussgeldkatalog.org mit Stand 27. Juli 2026. Maßgeblich ist das zulässige Gesamtgewicht aus Feld F.2 der Zulassungsbescheinigung Teil I. Rechtsgrundlage ist § 34 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung, die Gesamtgewicht und Achslasten regelt.
| Überladung | Wohnmobil bis 7,5 t | Punkte | Wohnmobil über 7,5 t | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 2 bis 5 % | kein Bußgeld | 0 | 30 € | 0 |
| mehr als 5 % | 10 € | 0 | 80 € | 1 |
| mehr als 10 % | 30 € | 0 | 110 € | 1 |
| mehr als 15 % | 35 € | 0 | 140 € | 1 |
| mehr als 20 % | 95 € | 1 | 190 € | 1 |
| mehr als 25 % | 140 € | 1 | 285 € | 1 |
| mehr als 30 % | 235 € | 1 | 380 € | 1 |
Die Beträge gelten für dich als Fahrer. Bei Wohnmobilen bis 7,5 Tonnen zahlt der Halter dieselben Sätze, wenn er die Fahrt angeordnet oder zugelassen hat. Bei Fahrzeugen über 7,5 Tonnen liegen die Sätze für Halter laut bussgeldkatalog.org teilweise höher. Wer ein Wohnmobil mietet, haftet als Fahrer für das Gewicht, auch wenn die Grundausstattung vom Vermieter stammt.

Zum Bußgeld kommen bei einem Bußgeldbescheid Gebühren und Auslagen der Behörde. Verwarnungsgelder bis 55 Euro bleiben ohne diese Zusatzkosten, wenn du sie fristgerecht zahlst.
Ab wann gilt ein Wohnmobil als überladen und welche Toleranz gibt es?
Überladen ist ein Wohnmobil, sobald das tatsächliche Gewicht das zulässige Gesamtgewicht oder eine zulässige Achslast übersteigt. Ein Bußgeld gibt es in Deutschland bei Fahrzeugen bis 7,5 Tonnen erst oberhalb von 5 Prozent, bei schwereren Fahrzeugen ab 2 Prozent.
Die 5 Prozent sind keine Erlaubnis. Sie beschreiben nur die Schwelle, ab der der Bußgeldkatalog einen Betrag vorsieht. Auch darunter ist das Fahrzeug überladen, und die Polizei verlangt bei einer Kontrolle das Umladen, wenn sie die Verkehrssicherheit gefährdet sieht.
Für ein Wohnmobil mit 3.500 Kilogramm zulässigem Gesamtgewicht ergeben sich diese Schwellen:
- 3.675 kg: Ende der 5-Prozent-Schwelle, darüber 10 Euro
- 3.850 kg: Grenze zu 30 Euro
- 4.025 kg: Grenze zu 35 Euro
- 4.200 kg: Grenze zu 95 Euro und 1 Punkt
- 4.375 kg: Grenze zu 140 Euro und 1 Punkt
- 4.550 kg: Grenze zu 235 Euro und 1 Punkt
Gewogen wird das Fahrzeug so, wie es unterwegs ist: mit allen Insassen, Gepäck, Wasser, Gas und Kraftstoff. Neben dem Gesamtgewicht zählt die Achslast. Eine volle Heckgarage mit E-Bikes überlastet die Hinterachse, obwohl das Gesamtgewicht noch passt.
Wann untersagt die Polizei die Weiterfahrt?
Eine feste Prozentgrenze für das Weiterfahrverbot nennt der Bußgeldkatalog nicht. Die Polizei untersagt die Weiterfahrt, wenn die Überladung die Verkehrssicherheit gefährdet. Laut bussgeldkatalog.org ist das bei groben Überschreitungen der Fall. Du fährst erst weiter, wenn das Gewicht stimmt.
In der Praxis heißt das: Wasser ablassen, Gepäck umladen oder Mitfahrer und Ausrüstung mit einem zweiten Fahrzeug abholen lassen. Die Kosten dafür trägst du selbst. Das Bußgeld fällt zusätzlich an.
Schwerer als das Bußgeld wiegt das Haftungsrisiko. Überladung verlängert den Bremsweg, verschlechtert das Fahrverhalten in Kurven und belastet Reifen und Achsen. Laut bussgeldkatalog.org tritt die Versicherung nach einem Unfall mit festgestellter Überladung unter Umständen nur teilweise oder gar nicht ein.
Dieser Artikel gibt den Stand vom Oktober 2026 wieder und ersetzt keine Rechtsberatung. Bußgeldsätze sind Regelsätze, die Behörde weicht bei Vorsatz, Gefährdung oder Voreintragungen davon ab. Für Auslandsbußgelder gelten die Regeln des jeweiligen Landes, die sich kurzfristig ändern. Bei einem Bußgeldbescheid oder einem Strafverfahren hilft dir ein Fachanwalt für Verkehrsrecht oder die Rechtsberatung deines Automobilclubs.
Was kostet Überladung in Österreich, der Schweiz, Italien und Frankreich?
Österreich, die Schweiz und Frankreich gewähren laut ADAC keine Toleranz. Italien rechnet 5 Prozent Messtoleranz ein. Die Bußgelder beginnen bei rund 40 Euro und reichen in Frankreich bis 750 Euro, in Italien bis rund 1.700 Euro (ADAC, Stand August 2026).
Der ADAC hat die Regeln der Urlaubsländer in seiner Übersicht Wohnmobil überladen: Strafen in Europa zusammengestellt. Für die vier meistbefahrenen Nachbarländer gilt danach:
| Land | Toleranz | Bußgeld | Weiterfahrt |
|---|---|---|---|
| Österreich | keine | ab rund 40 € bei geringer Überladung, bei größerer Überladung deutlich mehr | ab 2 % Überladung untersagbar, bis das Gewicht stimmt |
| Schweiz | keine feste | bis 100 kg rund 110 €, darüber höher | bei mehr als 5 % droht eine Strafanzeige |
| Italien | 5 % Messtoleranz bei statischer Wiegung | rund 40 bis rund 1.700 € | abhängig vom Ausmaß |
| Frankreich | keine | 135 bis 750 € | bei mehr als 5 % untersagt |
Die Unterschiede zu Deutschland sind groß. Ein 3,5-Tonner mit 150 Kilogramm zu viel bleibt in Deutschland ohne Bußgeld. In Österreich liegt dasselbe Fahrzeug mit gut 4 Prozent bereits über der Schwelle, ab der die Polizei die Weiterfahrt untersagt. Kroatien verfährt laut ADAC ebenso: keine Weiterfahrt, bis das Fahrzeug entlastet ist.
Auf den Transitrouten nach Süden stehen an den Autobahnen fest eingebaute und mobile Waagen. Für Wohnmobile über 3,5 Tonnen gelten in vielen Ländern außerdem eigene Mautregeln. Einen Überblick gibt der Beitrag Mautgebühren und Vignetten in Europa: Das sollten Autofahrer wissen. Wer in Frankreich frei stehen will, findet die Regeln unter Wildcampen und frei stehen in Frankreich.
Welche Bußgelder gelten für zu schnelles Fahren mit dem Wohnmobil?
Wohnmobile bis 3,5 Tonnen zahlen dieselben Sätze wie Pkw, innerorts ab 30 Euro. Für Wohnmobile über 3,5 Tonnen gilt die strengere Tabelle: innerorts ab 40 Euro, schon ab 16 km/h zu viel 160 Euro und 1 Punkt (Stand April 2026).
Zuerst zählt das Tempolimit, und das hängt vom Gewicht ab. Wohnmobile bis 3,5 Tonnen fahren außerorts 100 km/h, auf der Autobahn gilt die Richtgeschwindigkeit 130 km/h. Wohnmobile über 3,5 bis 7,5 Tonnen fahren auf der Landstraße höchstens 80 km/h und auf der Autobahn höchstens 100 km/h. Über 7,5 Tonnen sind es 60 und 80 km/h. Innerorts gilt für alle 50 km/h.
| Überschreitung | bis 3,5 t innerorts | bis 3,5 t außerorts | über 3,5 t innerorts | über 3,5 t außerorts |
|---|---|---|---|---|
| bis 10 km/h | 30 € | 20 € | 40 € | 30 € |
| 11 bis 15 km/h | 50 € | 40 € | 60 € | 50 € |
| 16 bis 20 km/h | 70 € | 60 € | 160 €, 1 Punkt | 140 €, 1 Punkt |
| 21 bis 25 km/h | 115 €, 1 Punkt | 100 €, 1 Punkt | 175 €, 1 Punkt | 150 €, 1 Punkt |
| 26 bis 30 km/h | 180 €, 1 Punkt | 150 €, 1 Punkt | 235 €, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot | 175 €, 1 Punkt |
Die Sätze für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen nennt bussgeldrechner.org, die Pkw-Sätze stammen aus dem aktuellen Bußgeldkatalog 2026. Bei höheren Überschreitungen steigen Bußgeld, Punkte und Fahrverbot in beiden Klassen weiter an. Für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen beginnt das Regelfahrverbot innerorts bei 31 km/h zu viel und außerorts bei 41 km/h zu viel.
Die Auflastung auf mehr als 3,5 Tonnen löst das Gewichtsproblem, ändert aber drei Dinge zugleich: Es gilt Tempo 80 auf der Landstraße und Tempo 100 auf der Autobahn, bei Tempoverstößen greift die strengere Bußgeldtabelle, und Durchfahrtsverbote für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gelten auch für dich. Wer ein solches Verbot missachtet, zahlt laut bussgeldrechner.org 100 Euro. Rechne deshalb vor einer Auflastung durch, ob 100 bis 200 Kilogramm weniger Gepäck dasselbe Ziel erreichen.
Was kosten Alkohol, Handy, fehlender Gurt und ungesicherte Ladung?
Die Grenze liegt bei 0,5 Promille: Der erste Verstoß kostet 500 Euro, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot. Das Handy am Steuer kostet 100 Euro und 1 Punkt, ein fehlender Gurt 30 Euro, ungesicherte Ladung ab 35 Euro (Stand 2026).
Diese Sätze gelten für alle Kraftfahrer, unabhängig vom Gewicht des Wohnmobils:
| Verstoß | Bußgeld | Punkte | Fahrverbot |
|---|---|---|---|
| Alkohol ab 0,5 Promille, erster Verstoß | 500 € | 2 | 1 Monat |
| Alkohol ab 0,5 Promille, zweiter Verstoß | 1.000 € | 2 | 3 Monate |
| Alkohol ab 0,5 Promille, dritter Verstoß | 1.500 € | 2 | 3 Monate |
| Handy am Steuer | 100 € | 1 | keines |
| Handy am Steuer mit Gefährdung | 150 € | 2 | 1 Monat |
| Gurt nicht angelegt | 30 € | 0 | keines |
| Ein Kind ohne jede Sicherung | 60 € | 1 | keines |
| Mehrere Kinder ohne jede Sicherung | 70 € | 1 | keines |
| Ladung nicht gesichert | 35 € | 0 | keines |
| Ladung nicht gesichert, mit Gefährdung | 60 € | 1 | keines |
| Ladung nicht gesichert, mit Sachbeschädigung | 75 € | 1 | keines |
| Umweltzone ohne gültige Plakette befahren | 100 € | 0 | keines |
| Hauptuntersuchung mehr als 8 Monate überzogen | 60 € | 1 | keines |
| Bei Glätte ohne Winterreifen gefahren | 60 € | 1 | keines |
Alkohol: Wo endet die Ordnungswidrigkeit?
Die 0,5-Promille-Grenze ist ein Blutalkoholwert in Promille, nicht in Prozent. Ab 1,1 Promille liegt eine Straftat vor, dann entscheidet ein Gericht über Geldstrafe und Entzug der Fahrerlaubnis. Dasselbe gilt schon ab 0,3 Promille, wenn Ausfallerscheinungen oder ein Unfall hinzukommen. Für Fahranfänger in der Probezeit und Fahrer unter 21 Jahren gilt 0,0 Promille.
Ein Sonderfall beim Wohnmobil: Wer abends auf dem Stellplatz trinkt, fährt am nächsten Morgen oft mit Restalkohol los. Der Körper baut im Schnitt nur etwa 0,1 Promille pro Stunde ab.
Gurt und Ladung im Wohnmobil
Während der Fahrt sitzt jeder Mitfahrer angeschnallt auf einem dafür zugelassenen Sitzplatz. Liegen im Bett, Kochen oder der Gang zur Toilette während der Fahrt verstoßen gegen die Anschnallpflicht. Das Bußgeld zahlt der jeweilige Erwachsene selbst, für Kinder haftet der Fahrer.
Zur Ladung gehört im Wohnmobil alles, was bei einer Vollbremsung nach vorn fliegt: Geschirr, Konserven, Getränkekisten, Campingmöbel und Gasflaschen. Schwere Gegenstände gehören nach unten und möglichst zwischen die Achsen. Mehr Grundlagen für die erste Tour findest du unter Urlaub mit dem Wohnmobil: Tipps für Anfänger. Weitere Kostenfallen auf Reisen beschreibt der Beitrag Teure Urlaubsfallen: Diese harmlosen Gewohnheiten können hohe Strafen kosten.
Was droht bei Unfallflucht mit dem Wohnmobil?
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort ist nach § 142 Strafgesetzbuch eine Straftat, keine Ordnungswidrigkeit. Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren vor. Das gilt auch beim Parkrempler, wenn du wegfährst, ohne deine Personalien feststellen zu lassen.
Wohnmobile sind breiter, länger und höher als Pkw. Beim Rangieren auf engen Stellplätzen und in Altstädten bleiben Kratzer an fremden Fahrzeugen, Dachrinnen oder Pollern oft unbemerkt. Rechtlich zählt jeder Fremdschaden, der nicht völlig belanglos ist.

Nach einem Schaden gilt diese Reihenfolge:
- Halte an und sichere die Unfallstelle.
- Warte eine angemessene Zeit auf den Geschädigten. Eine feste Minutenzahl nennt das Gesetz nicht, sie hängt von Schaden, Ort und Tageszeit ab.
- Rufe die Polizei, wenn niemand kommt, und gib dort Personalien, Kennzeichen und Standort an.
- Melde den Schaden deiner Kfz-Haftpflichtversicherung.
Ein Zettel hinter dem Scheibenwischer reicht nicht aus. Wer nach einem Parkschaden mit geringem Sachschaden den Unfall innerhalb von 24 Stunden freiwillig nachmeldet, erreicht nach § 142 Absatz 4 Strafgesetzbuch eine mildere Strafe oder Straffreiheit. Ein Anspruch darauf besteht nicht, und die Regel gilt nur für Unfälle außerhalb des fließenden Verkehrs. Neben der Strafe drohen Punkte, Fahrverbot oder Entzug der Fahrerlaubnis sowie Regress der eigenen Versicherung.
Wie vermeidest du Überladung vor der Abfahrt?
Wiege das reisefertig gepackte Wohnmobil vor der Abfahrt mit allen Mitfahrern, vollem Tank und gefüllten Gasflaschen. Vergleiche Gesamtgewicht und Achslasten mit den Werten in der Zulassungsbescheinigung. Ein Wiegeprotokoll erstellen laut ADAC die ADAC Prüfzentren, auch öffentliche Fahrzeugwaagen eignen sich.
Die Zuladung ist bei 3,5-Tonnern knapp. Sie ergibt sich aus dem zulässigen Gesamtgewicht minus der Masse in fahrbereitem Zustand. Nachgerüstete Extras wie Markise, Solaranlage, Fahrradträger, zweite Batterie oder Satellitenanlage gehen vollständig von der Zuladung ab. Vier Erwachsene, zwei E-Bikes und ein voller Wassertank verbrauchen den Rest schnell.
Diese Schritte sparen am meisten Gewicht:
- Fahre mit wenig Frischwasser los und fülle am Ziel auf. 100 Liter Wasser wiegen 100 Kilogramm.
- Leere Grauwasser und Toilettenkassette vor jeder längeren Etappe.
- Nimm eine Gasflasche statt zwei mit, wenn die Reisedauer das zulässt.
- Kaufe Getränke und Konserven am Urlaubsort.
- Verteile schwere Dinge tief und zwischen die Achsen, nicht in die Heckgarage.
- Prüfe die Achslasten einzeln, wenn ein Heckträger montiert ist.
Wasser auffüllen und entsorgen kannst du auf den meisten Plätzen direkt vor Ort. Im Campingplatz-Verzeichnis mit rund 73.700 Plätzen in 51 Ländern findest du über das Merkmal Wohnmobil passende Plätze entlang deiner Route. Wer regelmäßig an der Gewichtsgrenze fährt, vergleicht die Alternativen im Beitrag Wohnmobil vs Wohnwagen: Vergleich und Entscheidung. Für die Zeit nach der Reise hilft Saisonende: Wo darf man das Wohnmobil abstellen?
- Bis 7,5 t: 10 € ab mehr als 5 %, 30 € ab 10 %, 35 € ab 15 %, 95 € ab 20 %, 140 € ab 25 %, 235 € ab 30 %
- Punkt in Flensburg: bis 7,5 t ab mehr als 20 %, über 7,5 t schon ab mehr als 5 %
- 3,5-Tonner: bis 3.675 kg kein Bußgeld, überladen ist das Fahrzeug trotzdem
- Österreich, Schweiz, Frankreich: keine Toleranz, Weiterfahrt wird früh untersagt
- Über 3,5 t: Tempo 80 auf der Landstraße, Tempo 100 auf der Autobahn, höhere Tempo-Bußgelder
- 0,5 Promille: 500 €, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot beim ersten Verstoß
Häufige Fragen
In Deutschland sieht der Bußgeldkatalog für Wohnmobile bis 7,5 Tonnen erst oberhalb von 5 Prozent Überladung ein Bußgeld vor. Bei einem 3,5-Tonner sind das 175 Kilogramm. Für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen beginnt die Ahndung bei 2 Prozent. Überladen ist das Fahrzeug auch innerhalb der Schwelle, und die Polizei verlangt bei Gefahr das Umladen.
Ja. Bei Wohnmobilen bis 7,5 Tonnen gibt es 1 Punkt, sobald das zulässige Gesamtgewicht um mehr als 20 Prozent überschritten ist. Das Bußgeld beträgt dann 95 Euro, ab mehr als 25 Prozent 140 Euro und ab mehr als 30 Prozent 235 Euro. Bei Fahrzeugen über 7,5 Tonnen gibt es den Punkt schon ab mehr als 5 Prozent.
Verantwortlich ist zuerst der Fahrer, denn er muss vor der Abfahrt prüfen, ob Gewicht und Ladung stimmen. Der Halter zahlt zusätzlich, wenn er die Fahrt mit dem überladenen Fahrzeug angeordnet oder zugelassen hat. Bei Wohnmobilen bis 7,5 Tonnen gelten für beide dieselben Sätze. Bei einem Mietmobil haftest du als Fahrer für alles, was du zulädst.
Laut ADAC erstellen die ADAC Prüfzentren ein Wiegeprotokoll. Öffentliche Fahrzeugwaagen gibt es außerdem bei Wertstoffhöfen, Kieswerken, Landhandelsbetrieben und Prüforganisationen. Wiege das Wohnmobil reisefertig mit allen Mitfahrern, vollem Tank und Gepäck. Lass nach Möglichkeit Vorder- und Hinterachse einzeln wiegen, denn auch eine überschrittene Achslast gilt als Überladung.
Ja. Wohnmobile über 3,5 bis 7,5 Tonnen fahren in Deutschland außerorts höchstens 80 km/h und auf der Autobahn höchstens 100 km/h. Über 7,5 Tonnen sind es 60 und 80 km/h. Innerorts gilt wie für alle 50 km/h. Tempoverstöße kosten in dieser Klasse mehr: Bei 16 bis 20 km/h zu viel sind es innerorts 160 Euro und 1 Punkt.
